Über 60 Bühnen beteiligten sich am 30. November 2020 am „Aktionstag Theater und Orchester“. Die im Deutschen Bühnenverein organisierten Theater und Orchester hatten dazu aufgerufen, um ein Zeichen der künstlerischen Energie und Verbundenheit mit ihrem Publikum zu senden. 

In dieser gesellschaftlich so herausfordernden Zeit möchten die Theater und Orchester trotz ihrer fortdauernden Schließung aufgrund des weiterhin beunruhigenden Infektionsgeschehens ein Zeichen von Zuversicht, künstlerischer Energie und Verbundenheit zu ihrem Publikum in die Kommunen senden“, hieß es in der Mitteilung der Intendanten. Sie betonten, dass in den Theater weiterhin optimistisch auf eine baldige Wiederöffnung hingearbeitet werde. Die künstlerischen Aktionen am Montag sollten „die Bedeutung von Kultur sowie Theatern und Orchestern für den sozialen Zusammenhalt, die gesellschaftliche Orientierung und die individuelle Sinnstiftung betonen“, so der Bühnenverein.

Offene Diskursräume unserer demokratischen Gesellschaft

Theater und Orchester sind offene Diskursräume unserer demokratischen Gesellschaft und eine Einladung, das Verbindende zu suchen und der Polarisierung entgegen zu wirken“, erläuterten die Intendanten. „Über die Kunst verständigen wir uns darüber, wie wir zusammenleben wollen, üben uns in Empathie und Mut, ermöglichen Teilhabe. Wenn sich die Theater und Orchester zurzeit auch nicht als Orte des Zusammenkommens zur Verfügung stellen können, so möchten sie dennoch einen Impuls von Lebendigkeit geben und ihrem Glauben an die künstlerische Utopie Ausdruck verleihen. Sobald es wieder möglich ist, stehen sie für die künstlerische Aufarbeitung unserer Krise zur Verfügung.“

Die Streaming-Plattform für Theater SPECTYOU unterstützt den Aktionstag und zeigt Videos der künstlerischen Aktionen unter: www.spectyou.com

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Das „flüchtige Ereignis“ in crescendo anzukündigen, ist die Aufgabe von Dr. Ruth Renée Reif: Als Erleben-Redakteurin spürt sie mit detektivischem Eifer packende, hören- und sehenswerte Veranstaltungen für uns auf. Dr. Ruth Renée Reif studierte in Wien Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte und ist seit ihrer Promotion 1987 in München als freie Journalistin und Publizistin tätig. Zu ihren Veröffentlichungen zählen eine Biografie über die Sängerin Karan Armstrong, ein historisches Porträt der Stuttgarter Philharmoniker sowie zahlreiche Gespräche mit Musikern, Schriftstellern und Philosophen.

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