In John Neu­mei­ers sze­ni­scher Inter­pre­ta­ti­on von Chris­toph Wil­li­bald Glucks Oper Orphée et Eury­di­ce (Bild oben, © Kiran West) tritt Orphée als Bal­lett­chef auf. Wenn der Vor­hang sich öff­net, blickt das Publi­kum in einen Bal­lett­saal. Fas­zi­niert von Arnold Böck­lins Toten­in­sel will Orphée das Gemäl­de mit sei­ner Frau, der Tän­ze­rin Eury­di­ce, cho­reo­gra­fie­ren. Bereits seit vie­len Jah­ren beglei­tet Neu­mei­er der mytho­lo­gi­sche Stoff. Für sei­ne Ham­bur­ger Insze­nie­rung, die im Rah­men der Herbst­fest­spie­le in Baden-Baden zu sehen ist, ent­warf er das Büh­nen­bild, die Kos­tü­me und das Licht­kon­zept. Am Pult des Frei­bur­ger Barock­or­ches­ters und des Vokal­ensem­bles Ras­tatt steht Ales­san­dro De Mar­chi. Orphée tan­zen alter­nie­rend Dmitry Korchak und Maxim Miro­nov. Ari­an­na Ven­dit­tel­li ver­kör­pert Eury­di­ce, und die­se muss auch nicht in der Unter­welt blei­ben. Denn am Ende war bei Neu­mei­er alles nur ein Traum.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: www.festspielhaus.de

ANZEIGE



Vorheriger Artikel100. Geburtstag von Gottfried von Einem
Nächster ArtikelVolkslieder aus aller Welt
Ruth Renée Reif
Das „flüchtige Ereignis“ in crescendo anzukündigen, ist die Aufgabe von Ruth Renée Reif: Als Erleben-Redakteurin spürt sie mit detektivischem Eifer packende, hören- und sehenswerte Veranstaltungen für uns auf. Ruth Renée Reif studierte in Wien Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte und ist seit 1987 in München als freie Journalistin und Publizistin tätig. Zu ihren Veröffentlichungen zählen eine Biografie über die Sängerin Karan Armstrong, ein historisches Porträt der Stuttgarter Philharmoniker sowie zahlreiche Gespräche mit Musikern, Schriftstellern und Philosophen.

Artikel kommentieren

Please enter your comment!
Please enter your name here