Anna Netrebko und Rolando Villazón als tragisches Liebespaar Violetta und Alfredo im Kino. Die Salzburger Festspiele haben eine neue Kinoreihe ins Leben gerufen. Den Auftakt bildet am 24. und 25. Oktober 2020 Willy Deckers Inszenierung von Verdis La traviata aus dem Jahr 2005. 

Anna Netrebko und Rolando Villazón als tragisches Liebespaar Violetta und Alfredo im Kino. Die Salzburger Festspiele haben eine neue Kinoreihe ins Leben gerufen. Den Auftakt bildet am 24. und 25. Oktober 2020 Willy Deckers Inszenierung von Verdis La traviata aus dem Jahr 2005.

Sie galten als Traumpaar der Oper: Anna Netrebko, die junge russische Sopranistin mit den brillanten Spitzentönen und der ungeheuren Bühnenpräsenz und Rolando Villazón, der glutäugige mexikanische Tenor mit den schwarzen Locken und der himmlisch wohlklingenden Stimme. Als Liebespaar Violetta und Alfredo standen sie auf der Bühne des Großen Festspielhauses in Salzburg.

Trailer zu La traviata im Kino

Die Vorstellung bildete den Höhepunkt der Salzburger Festspiele 2005. Die Live-Übertragung im österreichischen Fernsehen ging als Quotensensation in die Geschichte ein. Und bereits im November brachte die Deutsche Grammophon auf zwei CDs einen Gesamtmitschnitt der Aufführung heraus. Im Jahr darauf folgte die DVD.

Anna Netrebko in La traviata bei den Salzburger Festspielen 2005 und jetzt im Kino
„Man durfte nie bloß dastehen und singen, alle waren ständig in Bewegung“, beschrieb Anna Netrebko die Probenarbeit mit Willy Decker.
(Foto: © Klaus Lefebvre)

Thomas Hampson als Alfredos Vater Georg Germont vervollständigte die Traumbesetzung. Die musikalische Leitung hatte Carlo Rizzi. Willy Decker konzentrierte seine Inszenierung mit starken Bildern auf den gnadenlosen Gang der Zeit. Anna Netrebko beschrieb in einem Interview die intensive Probenzeit. „Man durfte nie bloß dastehen und singen, alle waren ständig in Bewegung, und es brodelte vor Leidenschaft.“ Jetzt kommt die tragische Liebesgeschichte der Pariser Kurtisane Violetta Valéry, die auf ihre Liebe zu Alfredo Germont verzichtet, ins Kino.

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Trailer zur Reihe Die Salzburger Festspiele im Kino

Anlässlich ihres 100. Jubiläums haben die Salzburger Festspiele eine Kinoreihe ins Leben gerufen. Zehn herausragende Inszenierungen werden in Kinos in Deutschland, Österreich und der Schweiz gezeigt. Zu den weiteren Inszenierungen gehören Beethovens Fidelio in der Inszenierung von Claus Guth mit Jonas Kaufmann und Adrianne Pieczonka und mit Franz Welser-Möst am Pult, Mozarts Zauberflöte in der Inszenierung von Lydia Steier mit Matthias Goerne und Albina Shagimuratova und mit Constantinos Carydis am Pult sowie Mozarts Le nozze di Figaro in der Inszenierung von Claus Guth mit Bo Skovhus und Anna Netrebko und mit Nikolaus Harnoncourt am Pult.

Weitere Informationen zu Terminen und Kinos unter: www.salzburgimkino.de

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Ruth Renée Reif
Das „flüchtige Ereignis“ in crescendo anzukündigen, ist die Aufgabe von Ruth Renée Reif: Als Erleben-Redakteurin spürt sie mit detektivischem Eifer packende, hören- und sehenswerte Veranstaltungen für uns auf. Ruth Renée Reif studierte in Wien Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte und ist seit ihrer Promotion 1987 in München als freie Journalistin und Publizistin tätig. Zu ihren Veröffentlichungen zählen eine Biografie über die Sängerin Karan Armstrong, ein historisches Porträt der Stuttgarter Philharmoniker sowie zahlreiche Gespräche mit Musikern, Schriftstellern und Philosophen.