Was bedeu­tet es, sei­ne Hei­mat ver­las­sen zu müs­sen? Wie wird man vom Außen­ste­hen­den zum Mit­glied einer Gesell­schaft, und wie kehrt sich die­ser Pro­zess in Bezug auf die ursprüng­li­che Hei­mat um? Der Kom­po­nist Jor­ge Sosa und die Libret­tis­tin Ceri­se Lim Jacobs stel­len sich die­sen Fra­gen in ihrer neu­en Oper I Am A Drea­mer Who No Lon­ger Dreams. Die bei­den sind selbst in die USA emi­griert. Sosa stammt aus Mexi­ko und Jacobs aus Sin­ga­pur. Der Titel ihrer Oper bezieht sich auf Trumps Been­di­gung von DACA (Defer­red Action for Child­hood Arri­vals). Die­se von Oba­ma erlas­se­ne Rege­lung schütz­te die so genann­ten Drea­mer, ille­ga­le Ein­wan­de­rer, die bereits als Kin­der in die USA gekom­men waren, vor Abschie­bung. Ele­na Araoz setzt die Oper an der Robert J. Orchard Sta­ge im Emer­son Para­mount Cen­ter von Bos­ton in Sze­ne. Die Prot­ago­nis­tin Rosa, die bei­de Iden­ti­tä­ten in sich trägt, das mexi­ka­ni­sche Erbe und die neue Kul­tur, die sie anzu­neh­men ver­sucht, ver­kör­pert die Mez­zo­so­pra­nis­tin Car­la López-Spe­zia­le. Sosas traum­haf­te und mit­un­ter auch alp­traum­haf­te Musik diri­giert Maria Sen­si Sell­ner.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: https://emersontheatres.org

 

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Ruth Renée Reif
Das „flüchtige Ereignis“ in crescendo anzukündigen, ist die Aufgabe von Ruth Renée Reif: Als Erleben-Redakteurin spürt sie mit detektivischem Eifer packende, hören- und sehenswerte Veranstaltungen für uns auf. Ruth Renée Reif studierte in Wien Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte und ist seit 1987 in München als freie Journalistin und Publizistin tätig. Zu ihren Veröffentlichungen zählen eine Biografie über die Sängerin Karan Armstrong, ein historisches Porträt der Stuttgarter Philharmoniker sowie zahlreiche Gespräche mit Musikern, Schriftstellern und Philosophen.

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