Mär­chen müs­sen leben­dig wer­den.“ Für den Bücher­wurm Gör­ge wird die­ser Wunsch erst Wirk­lich­keit, nach­dem er sich in der Frem­de als Anfüh­rer einer ran­da­lie­ren­den Ban­de die Hör­ner abge­sto­ßen hat. Mit der Außen­sei­te­rin Ger­traud fin­det er die gro­ße Lie­be und das klei­ne Glück. Auf­grund eines für Alex­an­der Zem­lin­sky nach­tei­li­gen Lei­tungs­wech­sel an der Wie­ner Hof­oper 1907 ver­schwand die fer­ti­ge Oper in den Noten­de­pots und erleb­te erst 1980 an der Oper Nürn­berg ihre Urauf­füh­rung.

Singt die Par­tie des nur in sei­ne Bücher ver­sun­ke­nen Pfar­rersohns Gör­ge:
der Tenor Josef Prot­sch­ka

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In die­ser Wie­der­ver­öf­fent­li­chung aus dem Jahr 1988 holen Josef Prot­sch­ka, Janis Mar­tin, Hart­mut Wel­ker und Pame­la Coburn alle nur denk­ba­ren schwel­ge­ri­schen Facet­ten aus der poe­tisch-ver­spon­ne­nen Par­ti­tur, zu der Leo Feld nach Richard von Volk­mann-Lean­ders Mär­chen Vom unsicht­ba­ren König­reich das Libret­to schrieb. Nie war der pro­gres­si­ve Leh­rer Arnold Schön­bergs näher an Hum­per­dincks üppi­gem Lie­der­ton wie in die­ser Par­ti­tur. Ein gül­ti­ges Plä­doy­er für den Opern­kom­po­nis­ten Zem­lin­sky! 

Alex­an­der Zem­lin­sky: „Der Traum­gör­ge“, Josef Prot­sch­ka, Pame­la Coburn,
Radio-Sin­fo­nie-Orches­ter Frank­furt, Gerd Albrecht (Capric­cio)

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Roland H. Dippel brennt für Kontraste im groß(artig)en wie im klein(formatig)en Musik-, Tanz- und Konzert-Theater. Auf Entdeckungsreisen zu idyllischen Nischen und verwegenen Momenten folgt er freudig apollinischen Verheißungen und dionysischen Lockrufen. Boulevard, Belcanto, Brauchtum, ästhetische Exzesse in Literatur und Kunst sind Ziele seiner realen und fiktiven Abenteuer-Streifzüge. Er schätzt greifbare Bücher mehr als E-Books.

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