Avi Avital lässt das breitgefächerte Repertoire der Mandoline von Beethoven bis zu zeitgenössischen Kompositionen erklingen. 

Wie breit gefächert das Repertoire für die Mandoline ist, zeigt uns Avi Avital auf seinem neuen Album. Es sind keine Transkriptionen, sondern ausschließlich Originalwerke zu hören. Wer hätte gedacht, dass sogar Beethoven für das bauchige Zupfinstrument komponierte? Mit dem zart melodischen Adagio ma non troppo wollte er eine junge Gräfin umgarnen. 

Anneleen Lenaerts, Harfenistin und Duopartnerin von Avi Avital
Harfenistin und Duopartnerin von Avi Avital: Anneleen Lenaerts
(Foto: © Marco Borggreve)

Avitals Duopartnerin ist die belgische Harfenistin Anneleen Lenaerts. Antonio Vivaldis beschwingtes Konzert für zwei Mandolinen bestreitet er mit seinem Kollegen Alon Sariel und dem Venice Baroque Orchestra. Dass Domenico Scarlattis Sonate d‑Moll KV 86 für Mandoline statt für Klavier geschrieben wurde, ist nicht belegt, erscheint aber höchst plausibel. Überraschend ist auch das große Spektrum zeitgenössischer Werke. In Hans Werner Henzes Carillon, Récitatif, Masque treffen Mandoline, Gitarre und Harfe auf neue harmonische Strukturen. David Bruce bietet mit Death is a Friend of Ours dem Tod fröhlich die Stirn. Und Paul Ben-Haim verbindet in seiner Sonate barocke mit orientalischen Klängen.

Auftrittstermine und weitere Informationen zu Avi Avital unter: www.aviavital.com

Avi Avital: „Art of Mandolin” (Deutsche Grammophon)