An Bachs Solo­kon­zer­ten bedie­nen sich ger­ne auch Instru­men­ta­lis­ten, für die die­se Kom­po­si­tio­nen nicht ori­gi­när bestimmt sind. Im 18. Jahr­hun­dert war das eine ver­brei­te­te Pra­xis. Zum Glück den­ken Mat­thi­as Höfs und ande­re Inter­pre­ten in letz­ter Zeit wie­der öfter dar­an, die­se zu rekul­ti­vie­ren.

Ver­eint spie­le­risch Instinkt- und Geschmacks­si­cher­heit der Unter­hal­tungs­mu­sik mit der
von Bach ein­ge­for­der­ten Vir­tuo­si­tät:
Mat­thi­as Höfs
(Foto: © Jens From­mann)

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Arran­ge­ments ori­gi­na­ler Kom­po­si­tio­nen Bachs und von des­sen Bear­bei­tun­gen nach Anto­nio Vival­di und Ales­san­dro Mar­cel­lo wer­den hier Anlass zu impo­nie­ren­den Leis­tun­gen, weil Höfs die von ihm in der geho­be­nen Unter­hal­tungs­mu­sik demons­trier­te Instinkt- und Geschmacks­si­cher­heit spie­le­risch mit der von Bach ein­ge­for­der­ten Vir­tuo­si­tät ver­eint. Die Deut­sche Kam­mer­phil­har­mo­nie Bre­men kon­tert mit spor­ti­ver Leich­tig­keit, federn­der Trans­pa­renz und einer stil­kun­di­gen Fein­mo­to­rik, die Wie­der­erken­nungs­ef­fek­te und Höfs sou­ve­rä­ne Phra­sie­run­gen auf sei­ner moder­nen Pik­ko­lo­trom­pe­te zum bril­lan­tem Ver­gnü­gen erhe­ben. 

Mat­thi­as Höfs: „Bach Trum­pet Con­cer­tos”, Die Deut­sche
Kam­mer­phil­har­mo­nie Bre­men (Ber­lin Clas­sics)

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Roland H. Dippel brennt für Kontraste im groß(artig)en wie im klein(formatig)en Musik-, Tanz- und Konzert-Theater. Auf Entdeckungsreisen zu idyllischen Nischen und verwegenen Momenten folgt er freudig apollinischen Verheißungen und dionysischen Lockrufen. Boulevard, Belcanto, Brauchtum, ästhetische Exzesse in Literatur und Kunst sind Ziele seiner realen und fiktiven Abenteuer-Streifzüge. Er schätzt greifbare Bücher mehr als E-Books.

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