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Regula Rapp wird neue Rektorin der Barenboim-Said-Akademie in Berlin. Die jetzige Rektorin der Stuttgarter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst übernimmt Ende März 2022 die Nachfolge von Michael Naumann, teilte die Akademie am Donnerstag mit. Der Gründungsrektor trete nach seinem 80. Geburtstag im Dezember 2021 von seinem Amt an der privaten Musikhochschule zurück.

Regula Rapp

Regula Rapp

Naumann und der Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper, Daniel Barenboim, äußerten sich „außerordentlich glücklich“ über die Wahl der neuen Rektorin durch die Gremien der Akademie. Rapp nannte es eine Ehre, „meine Erfahrungen und meine Kraft einbringen zu dürfen, als Rektorin einer ganz besonderen Musikhochschule, die neben allerhöchster Qualität die internationale kulturpolitische Aufgabe hat, das ‚Experiment in Utopie‘ von Daniel Barenboim und Edward Said voranzubringen, eine Utopie, wie sie musikalischer, menschlicher, vor allem aber zeitgemäßer nicht sein könnte“.

Die 1961 in Konstanz geborene Rapp hat historische Tasteninstrumente sowie Musikwissenschaft, Philosophie und Kunstwissenschaft in Berlin studiert. Von 1990 bis 1998 war sie stellvertretende Leiterin der Schola Cantorum Basiliensis, an die sie von 2005 bis 2012 als Rektorin zurückkehrte. Dazwischen wirkte sie als Chefdramaturgin an der Staatsoper Unter den Linden Berlin. Seit 2012 ist sie Rektorin der Musikhochschule in Stuttgart.

An der 2016 eröffneten Akademie studieren Musiker aus Israel und arabischen Ländern. Die Einrichtung basiert auf der Tradition des West-Eastern Divan Orchestra, das 1999 von dem argentinisch-israelischen Dirigenten Daniel Barenboim und dem palästinensischen Literaturwissenschaftler Edward Said (1935–2003) gegründet wurde. 2017 entstand in der Akademie ein nach dem Komponisten und Dirigenten Pierre Boulez benannter Konzertsaal mit 680 Plätzen.

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