Beethovens Leben und Wirken von der Wiege bis zur Bahre. Eine Auswahl an Beethoven-Literatur.

Hans-Joachim Hinrichsen: „Ludwig van Beethoven – Musik für eine neue Zeit“, J. B. Metzler, Stuttgart 2019, 386 Seiten, 39,99 Euro www.amazon.de

Was Hin­rich­sen, eme­ri­tier­ter Pro­fes­sor für Musik­wis­sen­schaft der Uni­ver­si­tät Zürich, 2013 an sämt­li­chen Kla­vier­so­na­ten voll­zog, wen­det er hier aufs Gesamt­werk an: An wel­cher Lebens­sta­ti­on ent­wi­ckeln sich Kom­po­si­tio­nen und Gedan­ken­welt? Wel­che Ide­en­epo­che liegt Beet­ho­vens Musik jeweils zugrun­de? Die „revo­lu­tio­nä­re“ Epo­che und ihre auf­klä­re­ri­schen Idea­le in der Nach­fol­ge Kants, gespie­gelt in den Neue­run­gen der Ton­spra­che Beet­ho­vens. Für Musik- wie Geschichts­be­geis­ter­te.

Lesen über Ludwig. Eine Auswahl an Beethoven-Literatur.Kirsten Jüngling: „Beethoven – der Mensch hinter dem Mythos“, Propyläen, Berlin 2019, 304 Seiten, 24 Euro www.amazon.de

Kirs­ten Jüng­ling, Köl­ner Fach­frau für fes­seln­de Bio­gra­fi­en, trägt so vie­le Brief­zi­ta­te, Berich­te und Anek­do­ten aus Beet­ho­vens Leben zusam­men, dass Fans sich das Buch im Jubi­lä­ums­jahr ruhig geneh­mi­gen soll­ten. Bekann­tes wie Neu­es, Plau­si­bles wie reiz­vol­le Spe­ku­la­tio­nen. Allein schon Lud­wigs grim­mig dräu­en­de Löwen­mie­ne auf dem Umschlag­ti­tel! (Skiz­ze nach dem Bon­ner Stand­bild)

Lesen über Ludwig. Eine Auswahl an Beethoven-Literatur.Lewis Lockwood: „Beethoven. Seine Musik. Sein Leben“, Bärenreiter/Metzler, Kassel 2019, 456 Seiten, 19,95 Euro www.amazon.de
Sonderausgabe zum 250. Geburtstag des Komponisten.

Klas­si­ker der Beet­ho­ven-For­schung, der 2003 für den Pulit­zer-Preis nomi­niert war, was Lese­ver­gnü­gen auch für den Beet­ho­ven-Lai­en garan­tiert. Erschöp­fen­de Gesamt­dar­stel­lung, die den­noch nie ins Selbst­ver­ständ­li­che abrutscht – ein Buch, das sowohl Ken­ner zufrie­den­stellt als auch Beet­ho­ven-Anfän­ger zur Ver­tie­fung ver­führt.

Lesen über Ludwig. Eine Auswahl an Beethoven-Literatur.Konrad Beikircher: „Der Ludwig – jetzt mal so gesehen: Beethoven im Alltag“, Kiepenheuer & Witsch, Köln 2019, 288 Seiten, 16 Euro www.amazon.de

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Die schnodd­rig-schnul­zi­ge Lie­bes­er­klä­rung an den skur­ri­len Men­schen Beet­ho­ven im Streit mit den Wid­rig­kei­ten des All­tags. Dabei schüt­telt der stu­dier­te Musik­wis­sen­schaft­ler und Psy­cho­lo­ge Bei­kir­cher ein bio­gra­fi­sches Best-of der Beet­ho­ven­for­schung so leger wie kennt­nis­reich aus dem Ärmel.

Lesen über Ludwig. Eine Auswahl an Beethoven-Literatur.Eleonore Büning: „Sprechen wir über Beethoven – Ein Musikverführer“, Benevento, Salzburg – München 20192, 352 Seiten, 24 Euro www.amazon.de

26 bün­di­ge Kapi­tel, die aus der ganz hohen welt­an­schau­li­chen Umlauf­bahn aus treff­si­cher auf Kor­rek­tur­stri­che oder Setz­feh­ler in Noten und Par­ti­tu­ren hin­ab­sto­ßen. In bewun­derns­wert bei­läu­fi­gem Ton wür­digt und deu­tet Büning den schwie­ri­gen Men­schen und die Tie­fe sei­ner Musik. Rasch gele­sen, nach­hal­tig infor­ma­tiv.

Lesen über Ludwig. Eine Auswahl an Beethoven-Literatur.Werner Busch, Martin Geck: „Beethoven-Bilder – was Kunst- und Musikgeschichte (sich) zu erzählen haben“, Bärenreiter/Metzler, Kassel 2019, 187 Seiten, 29,99 Euro www.amazon.de

Ein erhel­len­des Gespräch zwi­schen zwei Fach­män­nern aus je einer Dis­zi­plin spannt Erkennt­nis­se aus Kunst- und Musik­ge­schich­te zusam­men. Die  Beet­ho­ven-Dar­stel­lung in der bil­den­den Kunst lebt fort bis in die Gegen­wart, als  Spie­gel der musi­ka­li­schen Rezep­ti­on und Aus­druck der Gestalt­ge­bung der jewei­li­gen Epo­che.

Über Beethovens SinfonienKarl-Heinz Ott: „Rausch und Stille – Beethovens Sinfonien“, Hoffmann und Campe, Hamburg 2019, 272 Seiten, 24 Euro www.amazon.de

Beet­ho­ven als Don­ner­wort: Neun „Haupt-“ und genau­so vie­le „Neben­the­men“ zum Ver­such, der heu­te noch spür­ba­ren Sog­wir­kung der Sin­fo­ni­en auf die Schli­che zu kom­men. Das Voka­bu­lar des Autors passt sich dabei oft auf erhei­tern­de Wei­se der Klang­ge­walt Beet­ho­vens an. Oder ver­sucht es zumin­dest. Ein Vade­me­cum fürs Geplau­der im Pau­sen­foy­er.

Über Beethovens Sinfonien.Martin Geck: „Die Sinfonien Beethovens – Neun Wege zum Ideenkunstwerk“, Georg Olms, Hildesheim 20192, 168 Seiten, 19,80 Euro www.amazon.de

Hoch­ge­lob­tes Beethoven-„Konzentrat“ (Elgin Heu­er­ding, BR-Klas­sik), das ana­ly­sie­ren­de Deu­tung mit neu­en Ein­sich­ten zur Ide­en­ge­schich­te hin­ter den Kom­po­si­tio­nen ver­bin­det. „Ein Schatz von Anre­gun­gen, Beet­ho­ven neu zu hören.“ (Eleo­no­re Büning)

Lesen über Ludwig. Eine Auswahl an Beethoven-Literatur.Martin Geck: „Beethoven. Der Schöpfer und sein Universum“, Siedler, München 2020, 512 Seiten, 16 Euro www.amazon.de

Der „Doy­en der Musik­wis­sen­schaft“ schil­dert – „als einer der letz­ten Uni­ver­sal­ge­lehr­ten der deut­schen Geis­tes­ge­schich­te“ (NZZ) – Beet­ho­ven als Schöp­fer einer neu­en Welt. Musik als Medi­um der Auf­klä­rung, beför­dert von den wich­tigs­ten Ein­flüs­sen auf den Kom­po­nis­ten, aus­ge­deu­tet von den beru­fens­ten Ver­fech­tern sei­ner Ein­zig­ar­tig­keit.

Lesen über Ludwig. Eine Auswahl an Beethoven-Literatur.Andreas J. Hirsch: „Beethoven in Wien | Vienna“, Edition Lammerhuber, Baden 2019, 216 Seiten, 106 Fotos sowie historisches Bildmaterial. 29,90 Euro www.edition.lammerhuber.at

Foto­gra­fi­sches Piz­zi­ca­to aus den 30 Wie­ner Jah­ren Beet­ho­vens. Lokal­ter­mi­ne an den Stät­ten sei­nes Wir­kens heu­te. Atmo­sphä­risch dich­te Ansich­ten mit deut­schem und eng­li­schem Text – denn Beet­ho­ven ist schließ­lich Welt­be­sitz!

Über Beethovens MusikMatthias Henke: „Beethoven – Akkord der Welt“, Hanser, München 2020, 352 Seiten, 26 Euro www.amazon.de

Der Musik­his­to­ri­ker Mat­thi­as Hen­ke voll­zieht nach, wie Beet­ho­vens Musik für werk­frem­de Absich­ten ver­ein­nahmt wur­de. Und wie­so gera­de der Neue­rer und Über­win­der der Wie­ner Klas­sik zum Inbe­griff „klas­si­scher Musik“ schlecht­hin geriet.

Lesen über Ludwig. Eine Auswahl an Beethoven-Literatur.Siegbert Rampe (Hrsg.): „Beethovens Welt“, („Das Beethoven-Handbuch 5“), Laaber, Lilienthal 2019, 662 Seiten, 98 Euro www.amazon.de

Vie­le Noten­bei­spie­le und Abbil­dun­gen. Ein erschöp­fen­des Pan­ora­ma aus Bio­gra­fie, Werk und Nach­wir­kung bis zur Rezep­ti­on von Beet­ho­vens Musik in der Gegen­wart. Son­der­ein­band zur sechs­bän­di­gen Aus­ga­be

  • Die Bil­der oben: 
    Die frü­hes­te bekann­te Abbil­dung Beet­ho­vens von einem unbe­kann­ten Künst­ler aus dem Jahr 1783, die sich im Kunst­his­to­ri­schen Muse­um in Wien befin­det
    Beet­ho­ven-Por­trät von Carl Trau­gott Rie­del aus dem Jahr 1801
    Beet­ho­ven-Por­trät von Chris­ti­an Hor­n­e­mann aus dem Jahr 1803, das sich im Beet­ho­ven-Haus Bonn befin­det
    Beet­ho­ven-Por­trät von Wil­li­brod Joseph Mäh­ler aus dem Jahr 1815, das sich im Muse­um der Stadt Wien befin­det
    Beet­ho­ven-Por­trät aus dem Jahr 1823 von Fer­di­nand Georg Wald­mül­ler, das sich im Kunst­his­to­ri­schen Muse­um Wien befin­det
    Beet­ho­ven im Koma, eine Skiz­ze des Litho­gra­fen Joseph Teltscher aus dem Besitz von Ste­fan Zweig

Das gan­ze Jahr hin­durch über Beet­ho­ven lesen mit dem Beet­ho­ven-Taschen­ka­len­der: crescendo.de 

 

 

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