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Mit einem Jahr Corona-bedingter Verspätung hat Richard Wagners „Das Rheingold“ am Samstag Premiere an der Deutschen Oper Berlin gefeiert. Die Vorstellung begeisterte mit einem durchweg starken Sängerensemble und einem überzeugenden Orchester unter der Leitung von Sir Donald Runnicles. Herzlichen Applaus und Bravo-Rufe gab es für Derek Welton als Wotan, Annika Schlicht (Fricka), Thomas Blondelle (Loge), Markus Brück (Alberich) und viele andere Künstler. In den Beifall für Regisseur Stefan Herheim mischten sich nur wenige Buhs.

"Das Rheingold"

Das Rheingold“

Der Pandemie geschuldet, hatte die Neuinszenierung des „Ring des Nibelungen“ im September 2020 mit der „Walküre“ begonnen. So waren das fantasievolle Bühnenbild mit zahllosen Koffern, einem Konzertflügel in der Mitte und riesigen Tüchern ebenso bekannt, wie die vielfach nichtssagenden Kostüme. Manch originellen Einfällen wie der Darstellung der Riesen Fasolt und Fafner standen teils zotige Ideen gegenüber, die den Zuschauer mit der Frage „Was sollte das?“ zurückließen.

Die Aufführung fand unter den Bedingungen des Berliner Pilotprojekts „Perspektive Kultur“ statt. Die Sitze waren im Schachbrettmuster belegt, das Publikum musste auch am Platz während der gesamten Vorstellung Maske tragen.

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