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Der Bund unterstützt klassische Musik- und Bühnenverlage in der Corona-Krise mit insgesamt fünf Millionen Euro. Für entgangene Einnahmen im Jahr 2020 könnten die Verlage bis zu 300.000 Euro beantragen, teilte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) am Mittwoch mit. Die Förderung erfolge in Form nicht rückzahlbarer Zuschüsse. Die Mittel stammten aus dem Konjunkturpaket „Neustart Kultur“.

Monika Grütters

Monika Grütters

Durch die coronabedingte Absage von Konzerten, Opern- und Theateraufführungen sei den Verlagen ihre wichtigste Erlösquelle weggebrochen. Auch die zwischenzeitliche Wiederöffnung der Bühnen und Konzerthäuser mit deutlich reduzierten Besucherzahlen habe nur wenig geändert, da die Einnahmen der Verlage von der Anzahl der verkauften Karten abhänge.

Die klassischen Musik- und Bühnenverlage sind das Rückgrat unseres Musiklebens und unserer Theaterkultur“, sagte Grütters. Als Förderer der Avantgarde und Bewahrer des kulturellen Erbes nähmen sie eine Schlüsselfunktion im Kulturleben ein. „Durch Corona machen die Verlage gerade die schwerste Krise ihrer zum Teil jahrhundertelangen Geschichte durch“, erklärte die Ministerin.

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