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Für die Sanierung des Festspielhauses in Bayreuth zahlt der Bund in den nächsten Jahren 84,7 Millionen Euro. Das hat der Haushaltsausschluss des Deutschen Bundestages am Donnerstag in seiner Bereinigungssitzung beschlossen. 2021 werden 1,5 Millionen Euro in den Haushalt eingestellt, die übrigen 83,2 Millionen Euro in den Jahren 2022 bis 2027.

Festspielhaus Bayreuth, Zuschauerraum

Festspielhaus Bayreuth, Zuschauerraum

Heute ist ein großer Durchbruch gelungen“, erklärte die Bayreuther Bundestagsabgeordnete Silke Launert (CSU). In dem Haus stünden umfangreiche Renovierungen an, vor allem im Innenbereich. „Die Sanierungsarbeiten sind vor allem auch deshalb dringend notwendig, um den aktuellen sicherheitsrechtlichen Anforderungen zu entsprechen und die völlig veraltete Technik auf einen modernen Stand zu bringen“, sagte sie.

Der Freistaats Bayern wird jetzt nachziehen müssen“, sagte der Verwaltungsratsvorsitzende der Festspiele, Georg Freiherr von Waldenfels, der dpa. Ziel der Festspielleitung ist es, dass ein großer Teil der Arbeiten bis zum 150. Jubiläum des Hauses im Jahr 2026 erledigt ist. „Die Festspiele sind ein Kulturgut, das wir erhalten müssen. Das Festspielhaus ist ein Aushängeschild für Bayreuth. Dafür, dass das so bleibt, haben wir heute die Weichen gestellt“, erklärte Launert.

Als die Sanierungsarbeiten vor einigen Jahren begannen, wurden die Kosten auf 30 Millionen Euro beziffert. Die Finanzierung tragen die Gesellschafter der Festspiel-GmbH (Bund, Freistaat Bayern, Stadt Bayreuth und Gesellschaft der Freunde von Bayreuth) sowie der Bezirk Oberfranken und die Oberfrankenstiftung. Das 1876 eröffnete Festspielhaus wurde nach den Plänen des Komponisten Richard Wagner (1813–1883) errichtet, der hier seine Festspielidee verwirklichen wollte.

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