Carl Orffs Carmina Burana nach einer mittelalterlichen Liederhandschrift in einer Aufnahme mit der Sopranistin Claire Rutter und Marin Alsop am Pult aus dem Jahr 2007

Eine erfolgreiche Zusammenarbeit von rund 18 Jahren und fast ebenso vielen CD-Produktionen prägt die gemeinsame Geschichte des Bournemouth Symphony Orchestras mit Marin Alsop. Als 2007 das Carmina Burana-Album erschien, war sich die Kritikerwelt nicht recht einig: Ist da nun wenig oder (genau richtig) viel Wums in den „O Fortuna“-Chören? Gelingt Tenor Tom Randle das Falsett in der Schwanen-Arie superb oder eher mittelprächtig? Ist das Klangbild der CD fantastisch oder völlig uneinheitlich?

Reine und weiche Stimme

Gerade bei so einem bekannten Werk hängt in solchen Fragen das Urteil wohl hauptsächlich von persönlichen Hörgewohnheiten bzw. Lieblingsaufnahmen ab. Über eines lässt sich jedoch bei dieser Einspielung nicht streiten: Die Textverständlichkeit ist hervorragend. Darüber hinaus vermitteln alle Mitwirkenden von der ersten bis zur letzten Note Begeisterung, Schwung und Lebendigkeit. Ein ausgesprochenes Highlight ist die Sopranistin Claire Rutter, die ihre reine und weiche Stimme im „Dulcissime“ besonders gut zur Geltung bringen kann.

Carl Orff: „Carmina Burana”, Claire Rutter, Tom Randle, Markus Eiche u.a., Bournemouth Symphony Orchestra and Chorus, Marin Alsop (2007, Naxos) Noch erhältlich bei: www.jpc.de
Und anzuhören in der NML

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