Christine J. Lee und Henry Kramer unternehmen auf Cello und Klavier eine musikalische Reise durch Länder und Zeiten.

Voyage“ heißt das Debütalbum der koreanischen Cellistin Christine J. Lee, die unter anderem am Curtis Institute und der Juilliard School ausgebildet wurde. Der Name ist Programm. Da steht Ysaÿes impressionistische Méditation neben der an Schönberg erinnernden Cellosonate des US-Amerikaners Elliott Carter, und auf Variationen über eine koreanische Volksweise folgt eine Transkription eines Jacques-Brel-Chansons. 

Mit Temperament und Herzblut

All das wird von Christine J. Lee und ihrem unter anderen von Boris Berman ausgebildeten amerikanischen Klavierpartner Henry Kramer mit viel Temperament und Herzblut zum Klingen gebracht. Lee verfügt über einen opulenten Ton mit warmem Timbre, der in seiner packenden Intensität bisweilen an die legendäre Jacqueline du Pré erinnert, auch Kramers Spiel besticht durch einen vollen Klavierklang und stupende Virtuosität. Ein mitreißendes Album von zwei exzellenten Nachwuchsmusikern.

„Voyage”, Christine J. Lee, Henry Kramer (Fuga Libera)