Weltflucht

Christoph Prégardien

Christoph Prégardien, die Camerata Vocale Freiburg und das Kammerorchester Basel unter Winfried Toll entwerfen eine bemerkenswerte Zusammenstellung von Gesangskompositionen Max Regers, Gustav Mahlers und Alexander von Zemlinskys. 

Christoph Prégardien, die Camerata Vocale Freiburg und das Kammerorchester Basel unter Winfried Toll entwerfen eine bemerkenswerte Zusammenstellung von Gesangskompositionen Max Regers, Gustav Mahlers und Alexander von Zemlinskys. 

Max Regers letzte Chor-Kompositionen, die er den im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten gewidmet hatte, bilden den Anfang und das Ende dieser bemerkenswerten Zusammenstellung, die mit Mahlers Rückert-Liedern und Zemlinskys Vertonung des 23. Psalms auch mehrere vergeistigte Werke aus der Vorphase zur Moderne enthält. 

Getragenheit und Sprödigkeit in idealer Beziehung 

Die Arrangements des Komponisten Gerhard Müller-Hornbach bieten klangliche Überraschungen, weil das Basler Kammerorchester mit der Camerata Vocale Freiburg Getragenheit und Sprödigkeit in ideale Beziehung zueinander setzt. 

Offenbart mit den Musikern einen Mehrwert an harmonischem Reichtum und Wandlungsfähigkeit: Christoph Prégardien
(Foto: © Hans Morren)

Christoph Prégardien ist den langsamen Tempi der Mahler-Lieder vollauf gewachsen. Er und die kleine Besetzung offenbaren in diesen Arrangements einen Mehrwert an harmonischem Reichtum und Wandlungsfähigkeit. Insofern ist diese Zusammenstellung auch eine packende Folge von Werken, in denen künstlerisches Krisenbewusstsein sich zu einem zwar nicht immer wohligen, aber umso packenderen Ganzen verbindet. 

Max Reger, Gustav Mahler, Alexander von Zemlinsky: „Der Einsiedler“, Christoph Prégardien, Camerata Vocale Freiburg, Kammerorchester Basel, Winfried Toll (Solo Musica)
Zu beziehen u.a. bei: www.jpc.de
Anzuhören in der NML

Als Dank, dass Sie auch angesichts der Corona-Krise an die Musik glauben, können Sie dieses Album bis Ende Mai 2020 kostenfrei in der NML hören. Registrieren Sie sich unter: crescendo.de

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Roland H. Dippel brennt für Kontraste im groß(artig)en wie im klein(formatig)en Musik-, Tanz- und Konzert-Theater. Auf Entdeckungsreisen zu idyllischen Nischen und verwegenen Momenten folgt er freudig apollinischen Verheißungen und dionysischen Lockrufen. Boulevard, Belcanto, Brauchtum, ästhetische Exzesse in Literatur und Kunst sind Ziele seiner realen und fiktiven Abenteuer-Streifzüge. Er schätzt greifbare Bücher mehr als E-Books.

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