Clemens Christian PoetschGemächlich

Clemens Christian Poetsch widmet sich den Miniaturen von Sven Helbig.

Der Pianist Clemens Christian Poetsch widmet sich den Miniaturen von Sven Helbig.

Wer Erik Satie schätzt, wird auch diese Musik mögen: Oft sparsam bis zur Verweigerung und von „edler Einfalt und stiller Größe“ (Johann Joachim Winckelmann). Ungeduldige Hörer und solche, die leidenschaftlichen Ausdruck schätzen, werden sicher nicht auf ihre Kosten kommen. Denn selten gibt es mehr als ein gemächliches Tempo und eine Lautstärke, die über Mezzoforte hinausgeht.

Fast improvisiert

Manches wirkt fast improvisiert, darin auch die Grenzen zu Jazz und Pop überschreitend. Unbedingt parallel lesen sollte man, was Sven Helbig und sein Pianist Clemens Christian Poetzsch, mit dem er einst im Jazz-Trio spielte und der selbst Komponist und Arrangeur ist, unabhängig voneinander über die einzelnen Stücke schreiben. Da erfasst man von den Miniaturen mehr, als würde man sie ohne Hintergrundinformation hören. Auch Titel wie Abendglühen, Meernacht, Maibaum, Agnus Dei oder Schlaflied sind allein schon sprechend.

Sven Helbig: „Abendglühen, Meernacht, L’Infinito, Gone, Am Abend u.a.“, Clemens Christian Poetsch (Berlin Classics / Neue Meister)

Zu beziehen u.a. bei: www.jpc.de

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