Alexander Huber und Burkhard Maria Weber erklommen luftige Höhen, um auf Klavier und Cello Musik zu spielen. Der Film „Concerto vertical“ dokumentiert das waghalsige Projekt.

Die Huberbuam sind Legenden des Klettersports. Aber hätten Sie gewusst, dass Alexander Huber, die eine Hälfte der beiden Berchtesgadener Bergsteigerbrüder, auch Klavier spielen kann? Zusammen mit dem Cellisten, Kletterer und Komponisten Burkhard Maria Weber erklomm er luftige Höhen – um Musik zu machen!

Der Film „Concerto vertical“ dokumentiert ein reichlich verrücktes Projekt: Sie lieben die Natur, sie lieben die Berge und sie lieben die Musik. Also schnappten Musiker Burkhard Maria Weber und Extrembergsteiger Alexander Huber ihre Instrumente – ein Cello und – ja! – einen Stutzflügel und kletterten mit ihnen auf einen malerischen Felsen in der Südpfalz, Webers Heimat. Die rötlich schimmernden Buntsandsteinfelsen dieser Region sind Leckerbissen und Herausforderung für jeden Klettersportler. Also: kurzerhand den Flügel in Matratzen und karierte Kissen eingemummelt, sich selbst ans Seil gehängt und auf geht’s zum schwindelerregenden Musikerlebnis!

Alexander Huber und Burkhard Maria Weber musizieren auf dem  Heidenpfeiler
Alexander Huber und Burkhard Maria Weber spielen Debussys „Clair de lune“

Ein vertieftes Verständnis der eigenen Existenz“

Zwischen Klettern und Musik entdecken Weber und Huber viele parallelen pragmatischer bis höchst poetischer Art: Große Projekte gibt es hier wie dort; die Griffe müssen sitzen – ob auf dem Fels oder den Tasten; jeder Berg ist wie eine Partitur, in die man sich bei seiner Erstbegehung vertieft; auf der Expedition bis zum Ziel lauern Abgründe und locken Höhen. Aber besonders und vor allem geht es um das Eintauchen: Das Eintauchen in die Natur oder Eintauchen in die Musik, eine besondere Art der Erfüllung, ein vertieftes Verständnis der eigenen Existenz mit und durch die Natur, mit und durch die Musik.

Partitur des Felsens

Und irgendwann sind sie oben. Der Blick öffnet sich über die noch von morgendlichem Nebel verhangenen Wälder des Pfälzer Waldes bis in die Vogesen. Auf dem schmalen Felsplateau finden Flügel und Cello gerade so Platz. Während ihnen der Wind durch Haare und Noten fegt, spielen Burkhard Maria Weber und Alexander Huber Claude Debussys „Clair de lune“ in einer von Weber selbst arrangierten Version. Ob da mal der ein oder andere Ton etwas knarzt ist völlig gleichgültig – hier sind zwei Männer nach einer großen und intensiven sportlichen Leistung völlig versunken in eine andere Welt, die Welt der Musik.

Concerto vertical“, der Film von Marco Küster, wird coronabedingt erst 2021 in der Öffentlichkeit präsentiert werden. 
Weitere Informationen: www.speermann-arts.de

Mehr Infos zu Alexander Huber finden Sie hier.
Mehr Infos zu Burkhard Maria Weber finden Sie hier.

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