Dirigent des Jahres: Cornelius Meister wird für seine verdienstvolle Auseinandersetzung mit Bohuslav Martinů ausgezeichnet.

Das Erfolgsrezept des Labels Capriccio: die Begeisterung seiner Künstler für vergessene Komponisten zu fördern. Cornelius Meister wird als Dirigent des Jahres mit dem OPUS KLASSIK ausgezeichnet.

Preisträger der Kategorie: Dirigent des Jahres

Gleich dreimal geht der neue OPUS KLASSIK an das Label Capriccio. Und schnell wird klar, was die Aufnahmen dieser Firma so unverzichtbar macht: Mutige Orchester, wache Künstler und oft vergessene Komponisten wachsen hier zu Referenzaufnahmen zusammen.
Kein Wunder also, dass der „Dirigent des Jahres“ ebenfalls bei Capriccio zu hören ist: Cornelius Meister, Sohn zweier Klavierlehrer aus Hannover, heute Generalmusikdirektor der Staatsoper Stuttgart und erster Gastdirigent des Yomiuri-Nippon-Sinfonieorchesters. Nun wird er auch für seine verdienstvolle Auseinandersetzung mit Bohuslav Martinů ausgezeichnet. Gemeinsam mit dem Radio-Symphonieorchester Wien hat er sämtliche Sinfonien des tschechischen Komponisten, der noch immer im Schatten von Smetana, Dvořák oder Janáček steht, aufgenommen. Der Schuhmacher-Sohn Martinů war so begabt, dass sein Heimatort ihm die musikalische Ausbildung finanzierte, allerdings wurde er wegen mangelndem Interesse schnell vom Unterricht am Konservatorium ausgeschlossen. Seine Musik ist eigenwillig: Anklänge an die Volksmusik seiner Heimat, aber auch die gekonnte Verarbeitung des Zeitgeistes – vor allen Dingen aber das Bekenntnis zur Musik als gefühlhafte und emotionale Kategorie. Seine erste Sinfonie nahm Martinů in Angriff, nachdem er von den Nazis verboten worden und in die USA emigriert war. Das war 1942, bis 1946 legte er jedes Jahr eine neue Sinfonie vor, die sechste entstand dann 1953. Cornelius Meister und sein Wiener Orchester erzählen auch die Zwischentöne seiner Klangsprache, sezieren die unterschiedlichen Ebenen und stellen die Musik in einen historischen Bogen. Ein Projekt, an dessen Ende sicherlich auch anderswo die Neuentdeckung Martinůs stehen wird.

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