Dai Miyata zeigt sich als virtuoser Interpret von Edvard Elgars und Ralph Vaughan Williams Cellokompositionen.

Dieses Album ist eine Liebeserklärung an das Cello und seinen unvergleichlichen Klang: sinnlich und samtig, sonor schwingend und mit kraftvoller Wucht in den tieferen Lagen. Zugleich birgt das Album einen Geheimtipp: Noch ist der preisgekrönte Solist Dai Miyata wenig bekannt – doch dies könnte sich bald ändern.

Virtuoser und feinsinniger Interpret

Mit dem BBC Scottish Symphony Orchestra unter der Leitung von Thomas Dausgaard widmet sich der japanische Cellist mit dem Cellokonzert von Edward Elgar einem Schlüsselstück der Cello-Literatur und lotet dieses melodienreiche Werk mit inniger Hingabe aus. Dabei zeigt sich Miyata als ebenso virtuoser wie feinsinniger Interpret, der sein Instrument singen und seufzen lässt, jubilieren und sehnsuchtsvoll schwelgen. 

Im Dialog mit dem Orchester

Überzeugend gelingt zudem der Dialog mit dem Orchester. Dieser prägt auch das stimmungsvolle zweite Stück Dark Pastoral, eine elegische Komposition für Cello solo und Orchester, die David Matthews aus unvollendeten Entwürfen von Ralph Vaughan Williams geschaffen hat.

Edward Elgar: „Cello Concerto op. 85”, Ralph Vaughan Williams: „Dark Pastoral”, Dai Miyata, BBC Scottish Symphony Orchestra, Thomas Dausgaard (Denon/mdg)