Daniel Müller-Schott widmet sich den großen Solokompositionen für Cello.

Wie ein Laserschwert leuchtet Daniel Müller-Schotts Cellobogen auf dem Cover seiner neuen CD. „#CelloUnlimited“ heißt sie – und der Name ist Programm! Denn Müller-Schott hat erreicht, wonach viele Musiker streben: traumwandlerische Sicherheit auf dem Instrument, die es ihm erlaubt, sein Repertoire vollkommen frei zu wählen. Dieses Mal bleibt er deshalb ganz allein und widmet sich den großen Solokompositionen für Cello. Von Prokofjew über Hindemith, Crumb und Henze bis hin zu Casals.

Daniel Müller-Schott widmet sich den großen Solokompositionen für Cello.

Nahm sein bisher persönlichstes Album auf: Daniel Müller-Schott

Nicht nur seine virtuose Eigenkomposition Cadenza, sondern auch die Widmung an seinen verstorbenen Vater machen „#CelloUnlimited“ zum bislang persönlichsten Album von Daniel Müller-Schott. Direkt zu Beginn wagt er sich an Zoltán Kodálys berühmte – und berüchtigt schwere – Solosonate. Das technisch extrem herausfordernde Stück ist für Müller-Schott der „Mount Everest“ des Repertoires. Er erklimmt ihn leichtfüßig. Dieser Cellist muss nichts beweisen, kein Jedi-Ritter sein. Denn sein ausdrucksstarkes, klares Spiel ist auch so schon beeindruckend genug. 

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Zoltán Kodály, Sergei Prokofjew, Paul Hindemith, Hans Werner Henze,
George Crumb u.a.: „#CelloUnlimited”, Daniel Müller-Schott (Orfeo)
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Sina Kleinedler
Direkt nach ihrem Abi wirbelte Sina Kleinedler bereits als Praktikantin durch die crescendo-Redaktion. Ein Musikjournalismus- und Cellostudium in Dortmund und Hannover schlossen an. Heute gibt sie unter anderem regelmäßig Konzerteinführungen in der Philharmonie Köln. „In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst“ (Augustinus Aurelius), lautet ihre Devise.

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