Es zeugt von der über­rei­chen Fül­le der Musik­li­te­ra­tur, dass es immer noch neue Schät­ze und unbe­kann­te­re Kom­po­nis­ten zu ent­de­cken gibt. Einer davon ist der Ita­lie­ner Fran­ces­co Gemi­nia­ni, der zu Leb­zei­ten in einem Atem­zug mit Hän­del und Corel­li genannt wur­de. Das Orches­ter Con­cer­to Köln sorgt mit sei­nem neu­en Album dafür, dass dies auch heu­te wie­der der Fall sein könn­te.

Das Orchester Concerto Köln 
(© Harald Hoffmann)
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Die „Quint­essenz“ sei­nes Werks haben die Musi­ker aus­ge­wählt, ver­schie­de­ne Stü­cke, alle­samt Con­cer­ti Gros­si, die ihm beson­ders viel bedeu­te­ten und sei­ne Kunst ein­drück­lich wie­der­ge­ben. Das Ergeb­nis ist ein aus­ge­spro­chen kurz­wei­li­ges und tän­ze­risch anmu­ten­des Por­trät des baro­cken Meis­ters, wobei Con­cer­to Köln die far­ben­rei­che Musik­welt Gemi­nia­nis mit gro­ßer Spiel­freu­de, Fein­ge­spür für die dyna­mi­schen Nuan­cen und einer stim­mi­gen Mischung aus Demut und Drauf­gän­ger­tum erkun­det. Ein loh­nen­der Griff in die musi­ka­li­sche Schatz­kis­te!  

Fran­ces­co Gemi­nia­ni: „Quin­ta Essen­tia”, Con­cer­to Köln (Ber­lin Clas­sics)

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Dorothea Walchshäusl
Dorothea Walchshäusl ist Musikjournalistin und promovierte Politologin. Sie lebt und arbeitet in Passau. Den Mensch im Blick, die Musik im Ohr und das Gefühl in den Fingerspitzen, fasziniert die freie Autorin all das, was die Menschen im Kleinen wie im Großen bewegt und berührt. Für crescendo schreibt sie seit 2014 und erforscht in ihren Porträts und Reportagen mit Leidenschaft, warum sich Menschen mit Haut und Haar der Musik verschreiben.

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