Die Wettbewerbsbeiträge für die 14. Europäischen Kulturmarken-Awards sind nominiert. Eine 42-köpfige Jury (Foto oben) aus Kultur, Wirtschaft und Medien hat 22 Beiträge ausgewählt. 105 Wettbewerbsbeiträge aus Deutschland, Frankreich, Holland, Kroatien, Litauen, Österreich, Tschechien und der Schweiz waren eingereicht worden. Die Preisverleihung findet im Rahmen der Kulturmarken-Gala „Night of Cultural Brands“ am 7. November 2019 auf dem UNESCOWelterbe Zollverein vor 650 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Kultur, Politik und Medien in Essen statt. Eröffnet wird sie von Michelle Müntefering, Staatsministerin für kulturelle Angelegenheiten im Auswärtigen Amt.

Die von der Jury nominierten Wettbewerbsbeiträge

In der Kategorie „Europäische Kulturmarke des Jahres 2019“ nominierte die Jury die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, jazzahead! und 100 jahre bauhaus.

Chancen die „Europäische Trendmarke des Jahres 2019“ zu werden, haben die whitebox Kultur mit dem Festival Out Of The Box (Foto), das Historisches Museum der Pfalz mit #strangethingschallenge und das STEGREIF.orchester.

ANZEIGE

Für die Auszeichnung als „Europäische/r Kulturmanager/in des Jahres 2019“ wurden Dr. Gabriele Minz (Geschäftsführerin Young Euro Classic), Benedikt Stampa (Intendant des Festspielhauses Baden-Baden) und Hedwig Fijen (Direktorin der Nomadenbiennale Manifesta (Foto)) nominiert.

Für den Preis „Europäischer Kulturinvestor des Jahres 2019“ nominierte die Jury das Atelier Türke Messedesign mit dem Projekt „Revolte! – Creative Urban Art“, die Art Stations Foundation mit dem MUZEUM SUSCH und FEDORA – The European Circle of Philanthropists of Opera and Ballet.

Über eine Nominierung in der Kategorie „Europäisches Bildungsprogramm des Jahres 2019“ dürfen sich freuen: das Cölner Barockorchester (Foto) mit „# in the Bubble?“, die Deutsche Gesellschaft e.V. mit dem Projekt „Erbe, Tradition, Moderne – Europäischer Kultur- und Wissenstransfer durch Wandergesellen“ und JeKits – Jedem Kind Instrument, Tanzen, Singen.

Im Rennen für die „Europäische Kulturtourismusregion des Jahres 2019“ sind: das Kulturland Brandenburg, Saalfelden Leogang und Südmähren.

Für den im deutschsprachigen Raum ausgeschriebenen „Preis für Stadtkultur 2019“ wurde die Stadt Krefeld mit dem Krefelder Perspektivwechsel, die Stadt Bad Oldesloe mit dem KuB Kultur- und Bildungszentrum Bad Oldesloe und die Monheimer Kulturwerke mit der „Kulturraffinerie K714“ nominiert.

In der Kategorie „Europäischer Preis für Medienkultur 2019“ nominierte die Jury Monopol – Magazin für Kunst und Leben.

Der neue Jurypräsident Hagen W. Lippe-Weißenfeld (links). 
Oliver Scheytt (rechts), der bisherige Präsident, erhält
einen Lifetime Achievement Award.

Der bisherige Juryvorsitzende und ehemalige Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft, Prof. Dr. Oliver Scheytt, erhält auf der Kulturmarken-Gala als Vordenker der Kulturpolitik und des Kulturmanagements in Deutschland in der Kategorie „Europäischer Kulturmanager des Jahres 2019“ einen Lifetime Achievement Award.

Als neuen Präsidenten wählte die Jury Dr. Hagen W. Lippe-Weißenfeld. „Ich freue mich sehr, die Präsidentschaft dieses bedeutenden Preises übernehmen zu dürfen“, sagte er. „Der Europäische Kulturmarken-Award würdigt herausragende Akteure im Kulturbereich und ist in seiner hohen Qualität und Strahlkraft ein Solitär in Europa.“

Der Europäische Kulturmarken-Award, der von der Causales – Gesellschaft für Kulturmarketing und Kultursponsoring mbH initiiert wurde, vergibt seit 14 Jahren Auszeichnungen an dynamische Kulturprojekte und außergewöhnlicher Persönlichkeiten. Zu den Preisträgern der letzten Jahre gehören u. a. die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, das Institut du Monde Arabe, das Burgtheater Wien, die Schirn-Kunsthalle, RUHR.2010, die Bregenzer Festspiele, das Dortmunder U und das Guggenheim Museum Bilbao als Europäische Kulturmarken. Darüber hinaus konnten die AVL Cultural Foundation, Würth Group, Bayer Kultur, die MercedesBenz Bank, Migros und BMW als Europäische Kulturinvestoren ausgezeichnet werden. Dieter Kosslick (Berlinale), Amelie Deuflhard (Kampnagel, Hamburg), Francis Morris (Tate Modern, London), Prof. Gereon Sievernich (Martin-Gropius-Bau, Berlin), Udo Kittelmann (Nationalgalerie, Berlin), Prof. Dr. Thomas Girst (BMW Group), Volker Ludwig (Grips-Theater, Berlin), Hedy Graber (Migros) und Jürgen Flimm (Staatsoper Berlin) wurden unter anderem in den letzten zwölf Jahren als Europäische Kulturmanager geehrt. Als Kulturtourismusregion konnten sich die Metropole Ruhr, Basel sowie die Stadt Trier positionieren.

CRESCENDO-Verleger Winfried Hanuschik nahm den 
2018 erstmalig vergebenen Preis für Medienkultur
entgegen (©Danny Kurz).

Den erstmalig vergebenen Preis für Medienkultur erhielt 2018, im Jahr seines 20-jährigen Jubiläums, CRESCENDO – das Magazin für klassische Musik & Lebensart.

Weitere Informationen: www.kulturmarken.de

Vorheriger ArtikelAlte und neue Juwelen aus dem Archiv der Wiener Staatsoper
Nächster ArtikelPrüfungen der Liebe
Ruth Renée Reif
Das „flüchtige Ereignis“ in crescendo anzukündigen, ist die Aufgabe von Ruth Renée Reif: Als Erleben-Redakteurin spürt sie mit detektivischem Eifer packende, hören- und sehenswerte Veranstaltungen für uns auf. Ruth Renée Reif studierte in Wien Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte und ist seit ihrer Promotion 1987 in München als freie Journalistin und Publizistin tätig. Zu ihren Veröffentlichungen zählen eine Biografie über die Sängerin Karan Armstrong, ein historisches Porträt der Stuttgarter Philharmoniker sowie zahlreiche Gespräche mit Musikern, Schriftstellern und Philosophen.

Artikel kommentieren

Please enter your comment!
Please enter your name here