Die Deutsche Oper Berlin bringt in der Corona-Pandemie eine Neuproduktion von „Das Rheingold“ heraus. Basierend auf einer Kammerfassung des britischen Komponisten Jonathan Dove werde eine halbszenische 90-Minuten-Version erarbeitet, teilte das Haus am Montag mit. Dabei treten 22 Musiker und zwölf Sänger unter der Leitung von Generalmusikdirektor Donald Runnicles auf. Gespielt wird vor rund 200 Zuschauern auf dem Parkdeck der Oper, das 2014 schon einmal für eine szenische Produktion von Iannis Xenakis‘ „Oresteia“ genutzt wurde.

Deutsche Oper Berlin

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Premiere ist am 12. Juni 2020. Für diesen Tag war ursprünglich der Beginn der Neuinszenierung von Richard Wagners „Ring“-Zyklus in der Regie des Norwegers Stefan Herheim geplant. Diese soll nun in der nächsten Saison auf die Bühne kommen, sagte ein Sprecher auf Anfrage.

Unter dem Titel „The Ring Saga“ hat Komponist Dove 1990 eine komprimierte Fassung der Tetralogie erstellt. Sie dauert insgesamt zehn statt der originalen 16 Stunden und wird von nur 18 Musikern begleitet. Damit sollte Wagners Opus magnum auch für kleinere Spielorte und Festivals aufführbar sein.

In Berlin sind seit dieser Woche kulturelle Veranstaltungen mit bis zu 150 Besuchern in Räumen und bis zu 200 Personen im Freien wieder möglich.

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