Die Beson­der­heit des gebirgs­reichs­ten Wein­lan­des in Euro­pa, der Schweiz, liegt nicht in der Grö­ße sei­ner Reb­flä­chen oder der pro­du­zier­ten Men­gen, son­dern in der Schön­heit der alpi­nen Wein­re­gio­nen. Allen vor­an das Wal­lis im Her­zen der Alpen mit sei­nen hals­bre­che­ri­schen Steil­la­gen in bis zu 1100 Höhen­me­tern, dann das Waad­land mit den unzäh­li­gen Kleinst­ter­ras­sen am Ufer des Gen­fer Sees.

Besitzt die höchsten Weinberge Europas: die Schweiz.
Blick auf die Steilhänge des Rhône-Tales im Wallis 

Im Süden beein­druckt das medi­ter­ran ange­hauch­te Tes­sin, und in der Deutsch­schweiz ist Grau­bün­den ein Bei­spiel für die rele­van­ten Schön­hei­ten der Schwei­zer Wein­welt. Weit mehr als drei Vier­tel aller Wei­ne des Lan­des wer­den hier pro­du­ziert.

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Unzählige Kleinstterrassen: Weinbau am Ufer des Genfer Sees

Für den guten Ruf der Schwei­zer Wei­ne zeich­nen etwa zwei Dut­zend Win­zer ver­ant­wort­lich, die welt­weit aner­kann­te und mit höchs­ten Prei­sen aus­ge­zeich­ne­te Wei­ne pro­du­zie­ren. Sie lie­fern regel­mä­ßig über­ra­gen­de Qua­li­tä­ten aus inter­na­tio­na­len wie auto­chthonen Reb­sor­ten; dane­ben auch Rari­tä­ten, die nur noch in der Schweiz ange­baut wer­den.
Ermög­licht wird ihnen der par­ti­ell extre­me Wein­bau durch das güns­ti­ge son­nen­rei­che und tro­cke­ne Kli­ma, die war­men Föhn­win­de, die steinreichen­ Höhen­la­gen sowie die von Par­zel­le zu Par­zel­le wech­seln­de Boden­be­schaf­fen­heit.

Geprägt von den Alpen: die Weinregion Graubünden
(Foto: © Nicola Pitaro)

Die Kleinst­men­gen der pro­du­zier­ten Beson­der­hei­ten, die inter­na­tio­na­le Ver­glei­che nicht scheu­en, sind mit ein Grund für die ambi­tio­nier­te Preis­po­li­tik, die in der Schweiz als ange­mes­sen betrach­tet und akzep­tiert wird. Die bes­ten Wein­gü­ter haben alle lan­ge War­te­lis­ten für even­tu­el­le Neu­kun­den, die irgend­wann ein paar der weni­gen Fla­schen erwer­ben möch­ten. So gel­ten heu­te schon bestimm­te Wei­ne als natio­na­le Wein­hel­den, ähn­lich wie Hei­di, Wil­helm Tell, die Uhren­bran­che, Schwei­zer Käse oder Scho­ko­la­de.

 

DAS WEINGUT CHAPPAZ

Folgt den anthroposophischen Grundsätzen biologisch-dynamischer
Landwirtschaft: die Winzerin Marie-Thérèse Chappaz

Ganz nach dem Mot­to „Ladies first“ kommt die Köni­gin des Wein­baus im Wal­lis, Marie-Thé­rè­se Chap­paz, an ers­ter Stel­le.

Die Weinberge von Chappaz im Rhône-Tal sind steil, und die Reben
müssen zum Teil per Seilzug angefahren werden.

Wer das Glück hat, mit ihr durch ihre stei­len, gepfleg­ten, seit 2003 bio­dy­na­misch bewirt­schaf­te­ten Klein­par­zel­len zu gehen, lernt, was es bedeu­tet, Freu­de und Ver­ant­wor­tung glei­cher­ma­ßen an einem Wein­berg und des­sen Früch­ten zu haben.
Alle Wei­ne, aber ganz beson­ders ihre Pre­zio­sen, die wei­ße Peti­te Arvi­ne, Ermi­ta­ge Blanc oder Huma­gne Rouge, ver­sprü­hen groß­zü­gig den Duft, die gan­ze Aro­ma­tik des Wein­gar­tens, in dem sie gewach­sen sind. Fazit: Die kraft­vol­len, har­mo­ni­schen Urge­stei­ne der Gran­de Dame sind beein­dru­ckend, und die Süß­wei­ne schme­cken umwer­fend gut.

Bezug: www.gute-weine.de

 

DIE KELLEREI CHANTON

Josef-Marie und Marlis Chanton mit ihrem Sohn Mario Chanton,
dem heutigen Betriebsleiter der Kellerei Chanton im Wallis

Die Kel­le­rei Chan­ton im Wal­li­ser Visp hat sich ganz und gar dem Schutz alter, auto­chtho­ner Reb­sor­ten, dem ampelo­gra­fi­schen Schatz des Schwei­zer Wein­baus ver­schrie­ben.
Es lohnt unge­mein, die sel­te­nen Sor­ten wie Gwäss, Him­bertscha, Laf­net­scha oder Rèze mit ganz eige­nem Cha­rak­ter neben den Klas­si­kern Chas­selas, Sava­gnin, Gamay und Pinot Noir zu ver­kos­ten – hier öff­net sich eine völ­lig neue Wein­di­men­si­on.

Bezug: www.schweizerweineonline.de

 

DAS WEINGUT GERMANIER

Jean-René Germanier und Gilles Besse in ihrem Weigarten
in Vétroz im Rhône-Tal

Gil­les Bes­se, Mit­in­ha­ber und Öno­lo­ge bei Jean-René Ger­ma­nier in Vétroz, war frü­her ein Jazz-Saxo­fo­nist und ist es, so ganz neben­bei, heu­te immer noch.

Die Bodenbeschaffenheit an den steilen Hängen des Wallis
ändert sich mit jeder Parzelle. 

Der Nef­fe von Jean-René Ger­ma­nier, dem ehe­ma­li­gen Natio­nal­rat, treibt das Wein­gut nicht nur in der Schweiz ­vor­an.
Ob New York, Sin­ga­pur, Hong­kong, Oslo, Paris, Lon­don oder Ber­lin – Gil­les kann in sei­ner Mis­si­on als Bot­schaf­ter für die beein­dru­cken­den Wei­ne von Ger­ma­nier auf der gan­zen Welt ange­trof­fen wer­den. Cayas, sein Para­de­wein aus Syrah, genießt auch im 20. Jahr­gang 2015 – und das mit vol­lem Recht – Kult­sta­tus.

Bezug: www.linke-weine.de

 

DAS WEINGUT GANTENBEIN

Die Winzer Daniel und Martha Gantenbein
(Foto: © Hans-Peter Siffert / Weinweltfoto.ch)

Mar­tha & Dani­el Gan­ten­bein sind mei­ne Hel­den der Prä­zi­si­on und des Bünd­ner Rhein­tals.
Mit ihrem Char­don­nay und Pinot Noir haben sie Maß­stä­be für Wei­ne aus der Schweiz in der inter­na­tio­na­len Wein­sze­ne gesetzt. Sie ken­nen die Hei­mat die­ser Trau­ben­sor­ten, das Bur­gund, wie ihre Wes­ten­ta­sche und sind in der gan­zen Welt stets auf der Suche nach dem Aller­bes­ten.

 

 

Im Keller des Weinguts Gantenbein wird weder gepumpt
noch filtriert, damit die Traubenqualität auf dem Weg
in die Flasche erhalten bleibt.

Und sie stre­ben danach, es in ihrem mus­ter­gül­ti­gen, auf jedes Detail des Pro­duk­ti­ons­pro­zes­ses ein­ge­rich­te­ten Wein­kel­ler zu inte­grie­ren.

Bezug: www.moevenpick-wein.de

 

DAS WEINGUT BOVARD

Übernahm 1983 als Vertreter der zehnten Generation der Familie
das Weingut am Genfer See: Louis Philippe Bovard

Lou­is-Phil­ip­pe Bovard aus Cul­ly am Gen­fer See ist nicht nur der Grand­sei­gneur des Déza­ley, für mich ist er der Mon­sieur du Chas­selas.

Per Helikopter müssen die Steilhänge des Weinguts Bovard
bewirtschaftet werden.

Trotz sei­nes hohen Alters ist sein Ein­satz für die Qua­li­tät der Reb­sor­te, die auch mas­sen­wei­se ange­baut wird, uner­müd­lich. Immer noch reist er um die Welt, um für die bes­ten Chas­selas von Déza­ley, Aigle, Epes­ses, St. Sapho­rin bis Yvor­ne eine Lan­ze zu bre­chen.
Sein Déza­ley Médi­net­te Réser­ve wird zu Recht als Grand Cru gefei­ert.

Bezug: www.linke-weine.de

 

DAS WEINGUT DONATSCH

Heidi, Martin und Thomas Donatsch in ihrer Winzerstube
(Foto: © Nicola Pitaro)

Die Fami­lie Donatsch betreibt in Malans, Grau­bün­den, ein Wein­gut mit Win­zer­stu­be wie aus dem Bil­der­buch. Char­don­nay und Pinot Noir sind die Haupt­ak­teu­re im Pro­gramm.

Die Rebberge des Weinguts Donatsch in Malans vor der
Kulisse des Rätikongebirges 
(Foto: © Nicola Pitaro)

Sie räu­men Jahr für Jahr höchs­te Noten in den Wein­ga­zet­ten ab, was ich dop­pelt unter­strei­chen kann. Dabei benö­ti­gen bei­de viel Zeit zur Rei­fe, nicht anders als die größ­ten Vor­bil­der des Bur­gund. Die uralte wei­ße Malan­ser­re­be Com­ple­ter spielt dabei eine Neben­rol­le – aber was für eine. Unbe­dingt pro­bie­ren!

Bezug: www.gute-weine.de

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