Die Pianistin Dina Ugorskaja wartet mit emotionalen Interpretationen von Johannes Brahms auf.

Es ist ein klangvolles Erbe, das Johannes Brahms der musikalischen Nachwelt hinterlassen hat, und gerade sein „Erstes Klavierkonzert“ kommt als gewichtiges Meisterwerk daher, das fern verspielter Leichtfüßigkeit mit dramatischem Gestus und komplexer Dramaturgie in den Bann zieht. Auf ihrem neuen Album lässt die Pianistin Dina Ugorskaja den Geist dieses Werkes eindrucksvoll wieder auferstehen und deutet seinen musikalischen Inhalt mit feiner Anschlagskultur und warmen Klangfarben aus.

Eine spannungsvolle und emotionale Interpretation

Dabei gelingt ihr mit den Brandenburger Symphonikern unter der Leitung von Peter Gülke eine spannungsvolle, zutiefst menschliche und emotionale Interpretation, die nie Gefahr läuft, in übertriebenes Pathos abzugleiten. Als verinnerlichte Ergänzung zum Klavierkonzert sind die drei tiefgründigen „Intermezzi op. 117“ zu hören, die von Ugorskaja mal volksliedhaft schlicht, mal mit deutlichem Bezug zu Schumann interpretiert werden.

Johannes Brahms: „Piano Concerto No. 1 op. 15, Intermezzi op. 117“, Dina Ugorskaja, Brandenburger Symphoniker, Peter Gülke (mdg)
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Dorothea Walchshäusl
Dorothea Walchshäusl ist Musikjournalistin und promovierte Politologin. Sie lebt und arbeitet in Passau. Den Mensch im Blick, die Musik im Ohr und das Gefühl in den Fingerspitzen, fasziniert die freie Autorin all das, was die Menschen im Kleinen wie im Großen bewegt und berührt. Für crescendo schreibt sie seit 2014 und erforscht in ihren Porträts und Reportagen mit Leidenschaft, warum sich Menschen mit Haut und Haar der Musik verschreiben.

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