Mit reinem, schönen Ton

Diyang Mei

Der Bratschist Diyang Mei widmet sein Album „Transforming Viola“ der strengen musikalischen Form der Chaconne.

Eine Chaconne (in etwas langsamerem Tempo Passacaglia genannt) beinhaltet Variationen über ein vier- bzw. achttaktiges Thema im Bass; und es ist durchaus ungewöhnlich, dieser neben der Fuge strengsten musikalische Form eine ganze CD zu widmen. Doch Diyang Mei, der letztjährige erste Preisträger des ARD-Musikwettbewerbs, der diese CD-Aufnahme als Sonderpreis von Genuin „geschenkt“ bekam, ist ein Meister der Bratsche. Er spielt mit so reinem, schönem Ton und artikuliert so differenziert, hat dabei immer Form und Ausdruck gleichermaßen im Blick, dass die barocke Komplexität Bachs (Partita BWV 1004)und Franz Xaver Bibers ebenso wie spröder Hindemith klingt und Brittens wild gezackte Ciaccona aus seiner Zweiten Cellosuite genauso bestechend daherkommt wie abschließend die chromatische Studie György Ligetis aus seiner Bratschen-Sonate.  

Johann Sebastian Bach, Benjamin Britten u.a.: „Transforming Viola”, Diyang Mei (Genuin)
Zu beziehen u.a. bei: www.amazon.de

Und anzuhören in der NML

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