Dorothee Oberlinger und Edin Karamazov vertiefen sich auf ihrem Album „Dialoge“ mit Flöte und Laute in die Musik Johann Sebastian Bachs. 

Der Komponist, die Flötistin, der Lautenist. Drei Meister ihres Fachs vertiefen sich in ein geistreiches Gespräch, das in sich ruht und zugleich vor Lebendigkeit sprüht. Wie sehr Dorothee Oberlinger und Edin Karamazov Bach lieben, ist in jedem einzelnen Ton spürbar. Es klingt, als wären die beiden selbst bei einem der vielen Hauskonzerte Bachs dabei gewesen. In ihrer berückend schönen Neubearbeitung für Blockflöte und Laute erfährt das durch Bachs Bearbeitung für Cembalo so populär gewordene Oboenkonzert von Marcello eine wundervolle Metamorphose.

Dorothee Oberlinger und Edin Karamazov
Geschwister in der Musik: Dorothee Oberlinger und Edin Karamazov
(Foto: Stefan Gloede)

Ist Oberlinger ein Synonym für die hohe Kunst des Blockflötenspiels, steht ihr „ihr Bruder in der Musik”, der Lautenist Karamzov, in nichts nach. Im Zusammenspiel mit Oberlinger zeigt sich wieder einmal seine versierte Vielseitigkeit. Ihre Dialoge sind pittoresk, voll Acht- und Aufmerksamkeit, singend, federleicht und von entschiedener Klarheit. Ob Choralvorspiel, Solostücke oder zwei der wenigen erhaltenen Flötensonaten Bachs, die beiden sind immer voller Poesie, in Versmaß und Rhythmus so aufeinander eingespielt, dass dieses Album eine schillernde Perle der Kammermusik geworden ist.

„Dialoge. Johann Sebastian Bach”, Dorothee Oberlinger, Edin Karamazov (dhm)