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Die Verwaltung der Stadt Düsseldorf schlägt einen Neubau des Opernhauses vor. In der Vorlage für einen Grundsatzbeschluss spreche sie sich gegen eine Sanierung des bisherigen Gebäudes aus, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Nach Beratungen im Bau- und im Kulturausschuss soll der Stadtrat am 16. Dezember endgültig über den Grundsatzbeschluss entscheiden.

Opernhaus Düsseldorf

Opernhaus Düsseldorf

Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) bezeichnete einen Neubau als die sinnvollste Lösung. Das hätten die Bürgerbeteiligung sowie die Expertise aus der Verwaltung und von externen Beratern bestätigt. „Ein Neubau bietet die Möglichkeit, in Düsseldorf ein modernes Opernhaus mit großer Strahlkraft zu errichten, das allen Anforderungen in baulicher wie kultureller Hinsicht gerecht wird“, sagte er.

Fachingenieure hatten das Opernhaus am Hofgarten untersucht und zahlreiche bauliche, technische und funktionale Mängel festgestellt. Das 1875 als Stadttheater errichtete Gebäude sei nicht für einen zukunftsfähigen Opernspielbetrieb ausgerichtet, hieß es. Insbesondere fehlten eine zweite Seitenbühne und Proberäume. Allein seit Oktober 2017 wurden mehr als zehn Millionen Euro in Sanierungsmaßnahmen investiert.

Wenn der Stadtrat einem Neubau zustimmt, soll im ersten Quartal 2022 über einen Standort entschieden werden. Die Kosten für das neue Opernhaus werden auf mindestens 716 Millionen Euro geschätzt.

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