Der Multiinstrumentalist und Komponist Carlos Cipa zeigt auf seinem Album „Retronyms“ Altes in neuem Gewand.Ein großer Wurf

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Zwischen Improvisation und ausgeklügelter Kompositions- und Klangkunst pendelt der Münchner „Neo-Klassik-Pianist“, Multiinstrumentalist und Komponist Carlos Cipa auf seinem neuen Album Retronyms. Der Begriff steht für den kulturellen Wandel, durch den Altes einen neuen Namen bekommt. Alle gespielten Tasten‑, Saiten- und Blasinstrumente behalten ihre Ursprünglichkeit und klingen doch einem Vexierspiel gleich in neuem Gewand. Das organische Spiel in geradezu chemischer Verbindung mit den synthetisch-elektronischen Klängen ist schlicht deliziös. Es geht Cipa bei allem

Der Multiinstrumentalist und Komponist Carlos Cipa 
(© Georg Stockinger)

Können nicht um vordergründige Virtuosität, sondern um den Ton an sich und sein Verknüpfungspotenzial im Klang. Ein großer Wurf, der die Raffinesse besitzt, sich jenseits aller Genres auf vielfältige Weise der Stille zu nähern. Das erinnert an die legendären Alben Spirit of Eden und Laughing Stock der Post-Avantgarde-Band Talk Talk. 

Carlos Cipa: „Retronyms” (Warner)

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Was hat John Wayne mit den Muppets und Groucho Marx gemeinsam? Für crescendo begibt sich Stefan Sell immer wieder auf die Suche nach verblüffenden Zusammenhängen. Überraschende Verbindungen bringt Sell auch als Konzertgitarrist auf die Bühne. In Programmen wie Don Quijote trifft Hamlet vereint er virtuoses Saitenspiel mit humorvollen Anekdoten und entstaubt die Weltliteratur. Seine langjährige Arbeit als Herausgeber und Autor beim Schott-Verlag wurde mit dem Deutschen Musikeditionspreis „Best Edition“ ausgezeichnet.

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