Sind das drei Vio­lin­kon­zer­te, die nicht so genannt wer­den, oder haben wir es mit einem Zyklus zu tun, mit drei Ein­zel­wer­ken, die kom­po­si­to­risch und emo­tio­nal ein Gan­zes erge­ben? Sol­che Quer­ver­bin­dun­gen kennt man von Wolf­gang Rihm durch­aus und auch die Fol­ge die­ser Stü­cke für Vio­li­ne und Orches­ter, ent­stan­den zwi­schen 1992 und 2009, ent­wi­ckelt eine nach­voll­zieh­ba­re dra­ma­tur­gi­sche Logik; von der zar­ten, fast eso­te­ri­schen Ver­in­ner­li­chung in „Gesun­ge­ne Zeit“ über das scherzo­haft ver­gnüg­te „Lich­tes Spiel“ bis hin zum thea­tra­lisch beweg­ten „COLLARCO“ zeigt Rihm mit iden­ti­scher Beset­zung eine gro­ße Band­brei­te von Affek­ten. Die Inter­pre­ta­ti­on von Tian­wa Yang und des Diri­gen­ten Dar­rell Ang bewegt sich tech­nisch auf hohem Niveau, der Klang ist trans­pa­rent, aus­dif­fe­ren­ziert und clean, lei­der eine Spur zu neu­tral und kühl für den Aus­drucks­mu­si­ker Rihm.

Wolf­gang Rihm: „Gesun­ge­ne Zeit, Lich­tes Spiel u.a.“, Tian­wa Yang, Deut­sche Staats­phil­har­mo­nie Rhein­land-Pfalz, Dar­rell Ang (Naxos)

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