Der argentinische Pianist Nelson Goerner widmet sein neues Album zwei polnischen Klavierlegenden: Ignacy Jan Paderewski (1860–1941) und Leopold Godowski (1870–1938). Beide waren Virtuosen am Klavier in einer Zeit, in der es durchaus üblich war, dass Künstler in ihren Konzerten auch eigene, technisch anspruchsvolle Werke präsentierten. Dementsprechend schwer sind diese Kompositionen.

Nelson Goerner (© Jean-Baptiste Millot)

Paderewski schrieb selbst über seine Variationen und Fuge über ein Originalthema Op.23: „Ich denke dieses Werk ist meine beste Klavierkomposition. Es ist extrem schwer und vielleicht zu lang, aber es enthält einige Dinge die in ihrem Charakter und ihrer Neuartigkeit beinahe eine Offenbarung sind.“ Zu lang wird dieses Werk, das das Herzstück der CD darstellt in Goerners Händen keinesfalls. Er spielt detailverliebt mit einer Eleganz und Feinheit, die man so nicht oft hört. Sowohl in Paderewskis Variationen, als auch in Godowskis nicht weniger komplexen Symphonischen Metamorphosen über Johann Strauß Künstlerleben. Eine besondere Offenbarung ist Paderewskis beinahe schmerzhaft schönes Nocturne in B‑Dur.  

Ignacy Jan Paderewski: „Variations et fugue” und Leopold Godowski: „Symphonische Metamorphosen”, Nelson Goerner (Narodowy Institut Fryderyka Chopina)

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