Vival­di? Bei dem klingt doch immer alles gleich!“ Wer so denkt, wird sich auch für die­se Dop­pel-CD nicht erwär­men. Es han­delt sich um Auf­nah­men von neun Cel­lo­so­na­ten des Kom­po­nis­ten, die der Schwei­zer Cel­list Clau­de Starck bereits 1975 ein­ge­spielt hat. Drei davon hat­te Starck damals neu ent­deckt. Lieb­ha­ber der erha­be­nen Ele­ganz von Vival­dis Musik dür­fen sich über das Album freu­en: Starck spielt die Sona­ten aus­ge­zeich­net, legt beson­ders viel Aus­druck in die lang­sa­men Sät­ze und spart nicht am Vibra­to. Sei­ne Kol­le­gen Isol­de Ahl­grimm (Cem­ba­lo) und Mischa Frey (Cel­lo) beglei­ten ihn mit der gebüh­ren­den vor­neh­men Zurück­hal­tung. Das Klang­bild der Auf­nah­men ist zwar auf­grund ihres Alters nicht 100-pro­zen­tig klar, aber immer noch von erstaun­lich hoher Qua­li­tät. Etwas lieb­los im Hin­blick auf die inhalt­li­che Gestal­tung zeigt sich das Book­let. Für Vival­di-Fans trotz­dem sehr zu emp­feh­len! 

Anto­nio Vival­di: „9 Cel­lo Sona­tas“, Clau­de Starck, Isol­de Ahl­grimm, Mischa Frey (Tudor)

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Julia Hartel
Julia Hartel, Jahrgang 1982, weiß oft gar nicht, ob sie nun am liebsten Computer- oder Klaviertastaturen, Seiten (von Büchern) oder Saiten (die ihres Cellos) unter den Fingern spürt. Nach ihrem Studium der Germanistik und Musikwissenschaft hat sie sich 2007 als Journalistin und Lektorin selbstständig gemacht. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Nürnberg.

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