Eine „ästhe­ti­sche Kraft“, die alle Sin­ne und Gefüh­le erwe­cke, spürt Leo­ni­das Kava­kos in Beet­ho­vens Musik. Es schwin­ge dar­in etwas mit, das mit Wor­ten schwer zu beschrei­ben sei. Als Artist in Resi­dence des Sym­pho­nie­or­ches­ters des Baye­ri­schen Rund­funks nahm er Beet­ho­vens Vio­lin­kon­zert op. 61 aus dem Jahr 1806 auf. Beet­ho­ven las­se dar­in den Hori­zont des 18. Jahr­hun­derts weit hin­ter sich und schaue ent­schlos­sen nach vorn, betont Kava­kos. In der Tat schuf Beet­ho­ven eine neue Art von sin­fo­nisch gepräg­tem Kon­zert, indem er auf das vir­tuo­se Her­vor­tre­ten des Solis­ten zuguns­ten einer Ein­be­zie­hung in das musi­ka­li­sche Gesamt­ge­sche­hen ver­zich­te­te. Kava­kos voll­ende­te die­se Geschlos­sen­heit und über­nahm auch die musi­ka­li­sche Lei­tung.

Lud­wig van Beet­ho­ven: „Vio­lin Con­cer­to”, Leo­ni­das Kava­kos, Sym­pho­nie­or­ches­ter des Baye­ri­schen Rund­funks (Sony)

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Ruth Renée Reif
Das „flüchtige Ereignis“ in crescendo anzukündigen, ist die Aufgabe von Ruth Renée Reif: Als Erleben-Redakteurin spürt sie mit detektivischem Eifer packende, hören- und sehenswerte Veranstaltungen für uns auf. Ruth Renée Reif studierte in Wien Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte und ist seit ihrer Promotion 1987 in München als freie Journalistin und Publizistin tätig. Zu ihren Veröffentlichungen zählen eine Biografie über die Sängerin Karan Armstrong, ein historisches Porträt der Stuttgarter Philharmoniker sowie zahlreiche Gespräche mit Musikern, Schriftstellern und Philosophen.

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