Das Musik- und Theaterfestival „Mannheimer Sommer“ findet wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr im Internet statt. Die Beiträge sollen angelehnt an den ursprünglichen Veranstaltungsplan tageweise auf der Website des Nationaltheaters Mannheim veröffentlicht werden. „Auch in dieser Form werden wir unserem Publikum modernes und aufregendes Musiktheater präsentieren, das das Internet nicht als Ausweichtort begreift, sondern sich das für uns so neue Medium zunutze macht“, sagte Opernintendant Albrecht Puhlmann am Dienstag.

Albrecht Puhlmann

Albrecht Puhlmann

Das Festival kreist vom 9. bis zum 19. Juli um die Begriffe Oper, Orient und Aufklärung. Musiktheater, Video-Performance, Tanz und Ausstellung wurden zum Teil neu und auf den Auftritt im Internet hin konzipiert. „Viele Programmpunkte konnten so digital gerettet werden. Mozart wäre stolz auf uns“, sagte der künstlerische Leiter Jan Dvořák.

Ausgehend von seiner Oper „Die Entführung aus dem Serail“ bleibt Wolfgang Amadeus Mozart auch in diesem Jahr zentraler Bestandteil des Festivalprogramms. So wird nicht nur Luk Percevals Genfer Inszenierung des Singspiels mit Texten von Asli Erdoğan zu sehen sein, in „Ecstatic Mozart“ stellt sich der Künstler Daniel Cremer in einer ausgelassenen Performance gar als Medium für Mozarts Geist zur Verfügung. Flankiert wird das Programm von einer Reihe exklusiver Konzertfilme.

Die Verlagerung des Festivals ins Internet bietet die Gelegenheit, das Programm einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, als es unter den aktuellen Bedingungen live vor Ort der Fall gewesen wäre“, erklärte Mannheims Kulturbürgermeister Michael Grötsch.

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