Die Blockflötistin Dorothee Oberlinger ist in das Präsidium der Internationalen Telemann-Gesellschaft berufen worden. Das Gremium wurde damit um einen Sitz vergrößert, teilte eine Sprecherin am Dienstag mit. Die Berufung Oberlingers fand bereits am vergangenen Samstag statt.

Dorothee Oberlinger

Dorothee Oberlinger

Der Präsident der Gesellschaft, Siegfried Pank, würdigte das besondere Engagement der Interpretin, Dozentin und Festivalintendantin für die nationale und internationale Auseinandersetzung mit dem Komponisten Georg Philipp Telemann (1681–1767): „Es ist eine Ehre, dass solch eine Telemann und seinem Werk zugewandte und mit Hingabe arbeitende Persönlichkeit wie Dorothee Oberlinger Mitglied des Präsidiums der Internationalen Telemann-Gesellschaft ist“, sagte Pank.

Die Telemann-Gesellschaft mit Sitz in Magdeburg wurde 1991 gegründet. Ihr gehören 162 Einzelmitglieder und 16 institutionelle Mitglieder an, den Angaben zufolge von Japan bis in die USA, von den Faröer Inseln über Skandinavien bis nach Südafrika und Australien.

In der Geburtsstadt des Barockkomponisten werden alle zwei Jahre Telemann-Festtage veranstaltet, in den Jahren dazwischen findet jeweils der Internationale Telemann-Wettbewerb statt. 2018 zog das Festivals mit rund 40 Veranstaltungen und 400 Künstlern mehr als 10.000 Besucher an. Die für März 2020 geplante 25. Ausgabe wurde wegen der Corona-Pandemie abgesagt und auf 2022 verschoben. Ende November gab es an einem verlängerten Wochenende eine „Nachspielzeit“ mit kammermusikalischen Werken Telemanns.

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