Musikalische Sternstunden

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Scarlatti hat mit ihm und dem Countertenor Farinelli oft und gerne die spanische Königsfamilie im Palast von Madrid unterhalten. Prinzessin Maria Barbara verliebte sich so in ihn, dass sie sich nicht mehr von ihm trennen wollte. 

Was verbirgt sich hinter diesem Text? 

In der Nähe von Eisenstadt, irgendwann im 18. Jahrhundert. Im Schloss Esterházy beglückt ein musikalischer Abend der reichsfürstlichen Magnatenfamilie exklusive Gäste aus dem Hochadel. Ein erlesener Hausherr empfängt die Musikbegeisterten im Kammermusikfoyer – mal schwarz mal holzbraun bekleidet. Seine anmutige Präsenz erfüllt den Raum, begrüßt die Ehrengäste freundlich mit seiner sanften, dennoch nachdrücklichen Stimme. Von seinem bevorzugten Posten auf der Bühne begleitet er mal die Sängerin bei ihren Liedern, mal den Geiger bei seiner Haydn-Sonate. Mit seiner wohlklingenden, standhaften Stimme entzückt er die Zuhörer, diskret und gleichzeitig selbstbewusst. 

Eine spektakuläre, titanische Sonate

Sein Ton kann Brausen oder Geflüster sein, Plauderei oder Disput, angerissen durch Federkiele oder angeschlagen durch kräftige Tangenten. Ganz schön launisch kann er sein! Und so hat sich auch der turbulente Ludwig aus Bonn mit ihm angefreundet, ihm als Zeichen seiner Wertschätzung eine spektakuläre, titanische Sonate gewidmet – oder geradezu als Tribut? Ausgebildet wurde er in Italien, in der Kaderschmiede von Bartolomeo Cristofori, wo er lernte, sich anders als sein Vorgänger zu benehmen und sich auf eine neue Art auszudrücken, sich je nach musikalischer Stimmung und Bedarf brillanter, dunkler, weniger obertonreich oder sogar stumm zu gebärden. Seine Dienste erbrachte er an allen Fürstenhöfen der Abendländer. 

Ein mehr als würdiger Erbe

Vielleicht ist es nun Zeit, seinem geflügelten Nachfolger Platz zu machen, dem kräftigeren, glänzenderen und mehr als würdigen Erbe. Der Grandseigneur weiß, dass sein junger Nachfolger bereit steht, um seinen Platz im Saal einzunehmen. Er bedankt sich für die schönen musikalischen Sternstunden und tritt wohlwollend zurück. Möchte man ihn dennoch wieder einmal treffen, gelingt es im Barockmusikabend oder auch in den ehrwürdigen Räumlichkeiten eines Museums.

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