Rätsel des Alltags Mit meiner Musik stand ich stolz für Amerika

Wer verbirgt sich hinter diesem Text?

Ich wur­de als jüngs­ter Sohn einer ein­ge­wan­der­ten kon­ser­va­tiv-jüdi­schen Fami­lie aus Litau­en gebo­ren. Mit mei­ner Schwes­ter und Mut­ter, die selbst san­gen, Kla­vier spiel­ten und Musik­un­ter­richt für Kin­der orga­ni­sier­ten, tauch­te ich schon als klei­nes Kind in zau­ber­haf­te musi­ka­li­sche Wel­ten ein. Mei­ne ers­ten Büh­nen­er­fah­run­gen sam­mel­te ich mit Auf­trit­ten auf jüdi­schen Fes­ten und Hoch­zei­ten und genoss schon bald die Leh­re vie­ler her­vor­ra­gen­der Musi­ker am Kon­ser­va­to­ri­um.

Mei­ne expres­sio­nis­ti­schen Früh­wer­ke stan­den unter dem Ein­fluss des Jazz und wur­den von Publi­kum und Pres­se zunächst äußerst skep­tisch auf­ge­nom­men. Über eine mei­ner Kom­po­si­tio­nen wur­de ein­mal gesagt: „Wer solch eine Musik schreibt, wird wohl spä­ter einen Mord bege­hen“. Doch Jazz war zu die­ser Zeit für mich die Form der ame­ri­ka­ni­schen Aus­drucks­wei­se. Mein Kom­po­si­ti­ons­stil ent­wi­ckel­te sich aber immer wei­ter und so wur­den auch mei­ne Wer­ke zugäng­li­cher. Ich begann Bal­let­te, Film­mu­si­ken und leich­te­re Orches­ter­wer­ke zu schrei­ben, die nicht nur gesell­schaft­li­chen Erfolg, son­dern auch finan­zi­el­le Aner­ken­nung ein­brach­ten.

Mit mei­ner Musik stand ich stolz für Ame­ri­ka und galt als Kom­po­nist mit star­kem patrio­ti­schem Bezug. Trotz­dem ermit­tel­te das FBI meh­re­re Jahr­zehn­te wegen ver­meint­li­chen kom­mu­nis­ti­schen Bezie­hun­gen, die aber nie offi­zi­ell bestä­tigt wur­den und nahe­zu mei­ner wach­sen­den Repu­ta­ti­on nicht scha­de­ten.

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Ich bin nicht nur Kom­po­nist, Diri­gent, Pia­nist und Musik­schrift­stel­ler, son­dern auch Namens­ge­ber für ein Soft­ware-Pro­jekt, einen Berg in der Ant­ark­tis und einen Aste­roi­den und zäh­le zu den wich­tigs­ten Musi­ker­per­sön­lich­kei­ten des letz­ten Jahr­hun­derts.

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Ein­sen­de­schluss ist der 28.03.2019