Hein­rich Ignaz Franz Bibers kunst­vol­le Pas­sa­ca­glia aus einer der „Rosen­kranz­so­na­ten“ und Schu­manns opu­len­te „Zwei­te Vio­lin­so­na­te“ rah­men zwei „Capric­ci“ von Sal­va­to­re Sciar­ri­no und Lucia­no Berios „Sequen­za VIII“. Ein unkon­ven­tio­nel­les, kon­trast­rei­ches Pro­gramm. Zusam­men­ge­hal­ten wird es durch den Ober­be­griff der Sequenz, einer ver­schie­den­ar­ti­gen Wie­der­ho­lung des Immer­glei­chen, wel­che sich in unter­schied­li­cher Form in allen Wer­ken wie­der­fin­det. Die Gei­ge­rin Fran­zis­ka Höl­scher hat das Pro­gramm klug zusam­men­ge­stellt und geigt vir­tu­os: Bibers „Pas­sa­ca­glia“ mit poly­pho­ner Trans­pa­renz und Schu­manns gewich­ti­ge Sona­te mal pas­tos, mal über­mü­tig, immer aber mit anste­cken­dem musi­ka­li­schen Feu­er – eben­so wie ihr Kla­vier­part­ner Seve­rin von Eckard­stein. Sciar­ri­nos und Berios Wer­ke beein­dru­cken nicht min­der: Höl­scher ent­flammt das Inter­es­se des Hörers auch hier eben­so glut­voll wie erup­tiv.

Lucia­no Berio, Robert Schu­mann, Lucia­no Sciar­ri­no u.a.: „Sequen­za”, Fran­zis­ka Höl­scher, Seve­rin von Eckard­stein (Avi)

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Guido Krawinkel
Guido Krawinkel schreibt über alles, was mit Musik zu tun hat. Dem Studium der Musikwissenschaften in Bonn folgten Tätigkeiten in der Tonträgerbranche, beim Radio und im Verlagswesen sowie eine Ausbildung zum nebenberuflichen Kirchenmusiker. Als freier Journalist arbeitet Guido Krawinkel für Zeitungen, Zeitschriften und Konzerthäuser, schreibt Rezensionen, CD-Booklets und Programmeinführungen und ist Mitglied in der Jury des Preises der Deutschen Schallplattenkritik. Der begeisterte Chorsänger hält es mit Loriot: Ein Leben ohne Chor ist möglich, aber sinnlos.

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