Die Playlist von...Greg Anderson und Elizabeth Joy Roe

Greg Anderson und Elizabeth Joy Roe
Foto: Andreas Orban

Gerade haben die beiden amerikanischen Pianisten Greg Anderson und Elizabeth Joy Roe ein Album mit originellen neuen Eigenbearbeitungen herausgebracht. Aber was hören die beiden Tastenzauberer privat?

GREG ANDERSON

  1. Fran­cis Pou­lenc: Tel jour, tel­le nuit
    Ich bin völ­lig über­wäl­tigt von Pou­lencs unend­li­chem Ein­falls­reich­tum. Sei­ne Musik ist mit so gro­ßer Wär­me, so freu­di­gen Über­ra­schun­gen gefüllt! Und Nous avons fait la nuit, aus die­sem Lie­der­zy­klus ist viel­leicht das unum­wun­den roman­tischs­te Lied des 20. Jahr­hun­derts. Es berührt mich zutiefst.
  2. Gesu­al­do: Io tacerò / David Lang: wed
    Obwohl die­se bei­den Stü­cke im Abstand von 403 Jah­ren kom­po­niert wur­den, war­ten bei­de mit über­wäl­ti­gen­den har­mo­ni­schen Wen­dun­gen auf. Ich füh­le mich beim Hören, als wür­de ich durch kos­mi­sche Regen­bö­gen schwe­ben. Die­se bei­den Stü­cke lege ich ein, wenn ich in eine Welt der Tag­träu­me, der Schön­heit und der frei flie­gen­den Gedan­ken ent­schwin­den will.
  3. Art Tat­um: Hap­py Feet (1938)
    Unglaub­li­ches Kla­vier­spiel. Mehr gibt’s dazu nicht zu sagen.

ELIZABETH JOY ROE

  1. Radiohead: Let Down
    Mit dem Album „OK Com­pu­ter“ lern­te ich in mei­ner Jugend die Musik von Radiohead ken­nen, und Let Down ist mein Lieb­lings­track dar­aus. Er schafft ein gera­de­zu kathar­ti­sches Hör­erleb­nis und reprä­sen­tiert ein Para­dox vie­ler Radiohead-Songs: Der Text ist des­il­lu­sio­nie­rend, die zuge­hö­ri­gen Klän­ge schwär­me­risch.
  2. Suf­jan Ste­vens, Nico Muh­ly, Bryce Dess­ner, James McA­lis­ter: Venus
    Ich höre mir die­se schil­lern­de, weltraumins­pirierte Musik ger­ne im Flug­zeug an. Letz­ten Som­mer durf­te ich Suf­jan und Co. in L. A. erle­ben – eine über­ir­di­sche Erfah­rung: Ich aal­te mich in den pul­sie­ren­den Klän­gen, als wäre ich von Venus selbst hyp­no­ti­siert.
  3. Kendrick Lamar: DAMN
    Gewin­ner des dies­jäh­ri­gen Pulit­zer-Prei­ses für Musik. Mehr gibt’s dazu nicht zu sagen.

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