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Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) plädiert dafür, möglichst schnell Kulturinstitutionen mit funktionierenden Hygienekonzepten zu öffnen. „Aus wissenschaftlicher Sicht spricht nichts dagegen“, sagte sie der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwoch). Mehrere Studien würden seriös belegen, dass die Ansteckungsgefahr in Kinos, Theatern und Opernhäusern geringer sei als in Supermärkten.

Monika Grütters

Monika Grütters

Zudem hätten Kulturerlebnisse auch einen Gesundheitsaspekt: „Die Kultur kann uns jetzt aus der Isolation herausholen, sie kann vielen inzwischen vereinsamten Menschen wieder Anregungen liefern, sich mit anderen Themen als mit ihrer verzweifelten Situation im Lockdown auseinanderzusetzen“, betonte Grütters.

Die Ministerin warnte davor, nach der Corona-Krise an der Kultur zu sparen: „Das Einsparpotenzial ist, verglichen mit dem Gesamthaushalt, eher gering. Man spart viel weniger, als man zerstört.“ Als Negativbeispiel nannte Grütters die Stadt München: „Diese wohlhabende Stadt hat schon im Dezember beschlossen, sechs Prozent in allen Budgets zu sparen. Das würde die Kultur mit am härtesten treffen.“

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