Der Münchener Konzertverein sammelt Spenden für hochbegabte Musikstudenten/-innen.

Der Münchener Konzertverein möchte seine Hilfsinitiative intensivieren. Wie er in einer Pressemitteilung wissen lässt, sei es ihm immens wichtig, dass nicht nur Hilfszahlungen bei den Bedürftigen ankommen, sondern deutlich sichtbar gemacht werde, dass deren Können auch weiterhin begehrt sei und eingefordert werde.

Unterstützung in der Zeit ohne Konzertauftritte

Da Konzerte derzeit nicht in gewohntem Rahmen stattfinden können, sammelt der Verein Spenden, um hochbegabte MusikstudentInnen in der schwierigen Zeit ohne Konzertauftritte zu unterstützen:

Die Musikerinnen und Musiker werden gebeten, ein ca. 10-minütiges Musikstück ihrer Wahl auf Video einzuspielen und mit einer Grußbotschaft und kurze Werkserläuterung beim Münchener Konzertverein einzureichen. Eingeladen werden Studenten aus dem Bereich Klassik und Jazz. Für den kleinen Beitrag wird ein Honorar ab 200 € bezahlt.“
Die digitalen Beiträge gibt es dann auf der Website des Vereins zu sehen.

Freiwillige Spenden

Finanziert werden die Honorare durch freiwillige Spenden von Vereinsmitgliedern und Musikfreunden. Ende März 2020 überwies der Verein 20.000 Euro als erste Corona-Nothilfe an 40 freiberufliche Musikschaffende, damit diese ihre dringendsten finanziellen Verpflichtungen nach dem Totalausfall ihrer Künstlerhonorare nachkommen konnten. Der Betrag wurde vom Klassikmagazin CRESCENDO, einem Firmenmitglied des Vereins, eingeworben.

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Der Münchener Konzertverein e.V. ist eine Privatinitiative von Musikbegeisterten in München. Zu seinem satzungsgemäßen Ziel gehört u.a. die Förderung junger, talentierter MusikerInnen. Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt und wird bei seiner Förderarbeit von einem künstlerischen Beirat beraten, dem die Flötisten András Adorján und Maurice Steger, die Tenöre Francisco Araiza und Kevin Conners, der Regisseur Hellmuth Matiasek sowie der Dirigent und Geiger Christoph Poppen angehören.

Weitere Informationen über die Initiative auf der Website des Münchner Konzertvereins: www.konzert-verein.de
Die Dankesworte der MusikerInnen, die mit den von CRESCENDO eingeworbenen Spenden bedacht wurden: www.crescendo.de

Die Videos mit den Musikstücken der MusikerInnen sehen Sie auf: www.konzert-verein.de

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Ruth Renée Reif
Das „flüchtige Ereignis“ in crescendo anzukündigen, ist die Aufgabe von Ruth Renée Reif: Als Erleben-Redakteurin spürt sie mit detektivischem Eifer packende, hören- und sehenswerte Veranstaltungen für uns auf. Ruth Renée Reif studierte in Wien Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte und ist seit ihrer Promotion 1987 in München als freie Journalistin und Publizistin tätig. Zu ihren Veröffentlichungen zählen eine Biografie über die Sängerin Karan Armstrong, ein historisches Porträt der Stuttgarter Philharmoniker sowie zahlreiche Gespräche mit Musikern, Schriftstellern und Philosophen.

1 Kommentar

  1. Das ist ein schöne und gute Initiative! Hochbegabte besonders zu fördern, insbesondere während der aktuellen Zeit der Krise, halte ich für wichtig und sinnvoll.

    Vereine und private Initiatoren für derartige Hilfen müssen sich, selbst wenn sie finanziell gut ausgestattet sind, überlegen wo sie ihr Geld hingeben, also wen sie fördern.

    Aus meiner Sicht kann das aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein. Zum einen kann nur ein Teil der Künstler*innen davon profitieren, zum anderen nutzt die Förderung von allein besonders hervorragenden Musikern nicht viel.

    Musiker und andere Künstler (insbesondere auch Hochbegabte) leben vom einem breit gefächerten kulturellen Angebot. Angefangen von den ersten Schritten am Instrument bis zur professionellen Ausbildung und der Möglichkeit seine Kunst darzustellen, braucht es eine stabile Infrastruktur.

    Diese Infrastruktur war auch schon vor der Krise recht wackelig. Nun ist die Frage, wer nach der Krise, deren Auswirkungen ja noch Monate, wenn nicht Jahre, zu spüren sein werden, noch übrig bleibt ‚um sie aufrecht zu halten.

    Viele Kulturschaffende kämpfen um ihre Existenz.

    Von daher wünsche ich mir, dass Vereine und Förderer sich mehr darauf konzentrieren darauf hinzuwirken, die staatlichen Institutionen bzw. deren Stellvertreter sich ihrer kulturellen Verantwortung bewusst zu werden und nach Lösungen zu suchen um besagte Infrastruktur zu stärken von der alle Künstler profitieren.

    Für die aktuelle Situation kann ich mir z.B. eine Finanzierung über ein befristetes Grundeinkommen für Kulturschaffende, die ja in der Regel freiberuflich tätig sind, vorstellen. Am Ende kann man dann übers Finanzamt das tatsächliche Einkommen mit dem Grundeinkommen verrechnen.

    Das wäre unbürokratisch und die Künstler würden nicht Gefahr laufen, in die Sozialsysteme abzurutschen, aus den man schwer wieder herauskommt.

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