Hoffnungsvolle Formation

Ensemble Esperanza

Das Ensem­ble Espe­r­an­za ist ein inter­na­tio­nal besetz­tes jun­ges Streich­or­ches­ter, das erst Ende 2015 in Liech­ten­stein gegrün­det wur­de und das schon ein Jahr spä­ter mit sei­nem Debüt­al­bum „Nor­dic Sui­tes“ welt­weit für Furo­re sorg­te. Die mit 15 Damen und vier Her­ren im Alter von 17 bis 29 Jah­ren besetz­te For­ma­ti­on unter der Lei­tung der fran­zö­si­schen Top-Gei­ge­rin Choucha­ne Sira­nos­si­an hat jetzt sei­ne zwei­te SACD ver­öf­fent­licht. Und wie­der ver­zau­bert sie auf Anhieb durch ihre Prä­zi­si­on, ihre war­me sinn­li­che Klang­kul­tur und ein jugend­li­ches Feu­er, das geball­te posi­ti­ve Ener­gie ver­strömt. Dies­mal wen­det das Ensem­ble den Blick nach Süden und hat die erst vor Kur­zem ent­deck­te Sui­te per archi Respighis und das 1966 kom­po­nier­te Con­cer­to per archi von Nino Rota mit kaum bekann­ten Wer­ken der Kata­la­nen Edu­ard Told­rà (1895–1962) und des arme­ni­schen Kom­po­nis­ten Komi­tas (1869–1935) kom­bi­niert. Bei­de Fun­de beschwö­ren mit klas­si­zis­ti­scher Ele­ganz die musi­ka­li­schen Tra­di­tio­nen ihrer Regio­nen, wobei die magi­schen Minia­tu­ren des ver­ges­se­nen Arme­ni­ers inti­me Ein­bli­cke geben in eine fast aus­ge­lösch­te Kul­tur. Ein wei­te­res Top-Album einer mehr als hoff­nungs­vol­len For­ma­ti­on.

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Attila Csampai
Attila Csampai ist Chefrezensent bei crescendo. Als gebürtiger Budapester lebt er seit 1957 in München, und studierte hier Musikwissenschaft. Seit 1974 schreibt er Schallplattenkritiken in allen wichtigen Fachzeitschriften. Seine Essays, seine Werkkommentare und vor allem sein zahlreichen Musikbücher sind legendär. 32 Jahre lang war er Musikredakteur und Live-Moderator beim Bayerischen Rundfunk. Seine CD-Sammlung umfasst mehr als 30.000 Alben.

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