Imany lässt sich auf ihrem Album „Voodoo Cello“ nur von Cellos bei ihrem Gesang begleiten. 

Was geschieht, wenn sich eine großartige Künstlerin, die für vielschichtig instrumentalisierte, selbst verfasste Soul-Songs bekannt ist, nur, von Cellos begleitet, auf fremde Stücke einlässt? Bei der französischen Sängerin-Songwriterin Imany jedenfalls etwas sehr Unikates.

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Imany singt im Théâtre Le Carré Ste-Maxime

Auf ihrem Album „Voodoo Cello” mäandert die 42-Jährige auf einem nebelumhüllten Plateau aus Liedern, an deren Worte sie „glauben kann“ – so ihr Auswahlkriterium. Die instrumentale Reduktion auf unterschiedliche Cellos scheint in der Stimme Imanys bisher ungehörte, noch tiefer angelegte Feuer zu entfachen. So verschmilzt sie in ihrer englischen Interpretation von Jacques Brels Ne me quitte pas eindringlich Schmerz und Hoffnung; dem lebensbejahenden Refrain von Blacks Wonderful Life vermag sie einen bitter-geheimnisvollen Wermutstropfen beizumischen; bei Hoziers Take Me to Church indes ertönt das „Amen“ versöhnlicher als im Original. Ihr aus dem Swahili-Wort „imani“ abgeleiteter Künstlername bedeutet „Vertrauen“, „Aufrichtigkeit“. Imany ist auch mit Fremdstücken aufrichtig – und eigenwillig.

Imany: „Voodoo Cello“ (Virgin)

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