Die Musik gilt als Spie­gel der See­le, und bei kaum einem Kom­po­nis­ten leuch­tet dies der­art ein wie bei Robert Schu­mann. Sei­ne Musik spie­gelt inni­ges Glück und tie­fe Tra­gik zugleich und doku­men­tiert berüh­rend sei­nen Lebens­weg. Das Schu­mann Quar­tett (Foto oben: © Kau­po Kikkas) hat ihm nun das fein­sin­ni­ge Album „Inter­mez­zo“ gewid­met, das sei­ner Per­sön­lich­keit viel­ge­stal­tig nach­spürt. Im Zen­trum steht Schu­manns Streich­quar­tett Nr. 1 in a‑Moll, das mit sei­ner melo­di­en­rei­chen Stimm­füh­rung betört. Per­fek­ter musi­ka­li­scher Beglei­ter zu die­sem Kern­stück ist Felix Men­dels­sohn Bar­thol­dys Streich­quar­tett Nr. 1 in Es-Dur, in dem der Zeit­ge­nos­se Schu­manns Ton­spra­che klin­gend kom­men­tier­te. Der Bogen zur Gegen­wart wird schließ­lich mit zwei ein­drück­li­chen Wer­ken Ari­bert Rei­manns geschla­gen, der sich viel mit Schu­manns Geschich­te beschäf­tigt hat. Sein Ada­gio zum Geden­ken an Robert Schu­mann zeugt davon eben­so wie sei­ne Bear­bei­tung der Sechs Gesän­ge op. 109 für Streich­quar­tett und Gesang, auf dem Album vir­tu­os aus­ge­stal­tet durch Anna Lucia Rich­ter.

Schu­mann Quar­tett: „Inter­mez­zo. Schu­mann | Rei­mann | Men­dels­sohn, Anna Lucia Rich­ter (Ber­lin Clas­sics)
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