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Der US-amerikanische Komponist und Dirigent John Adams erhält den diesjährigen Preis der Dresdner Musikfestspiele. Damit ehre das Festival den bekanntesten Tonschöpfer seines Landes für sein Lebenswerk, teilten die Veranstalter am Mittwoch mit. Die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung soll dem 74-Jährigen am 30. Mai im Rahmen eines Konzertstreamings der Dresdner Musikfestspiele in New York City übergeben werden.

John Adams

John Adams

Adams‘ Kompositionen zählten zu den meistgespielten zeitgenössischen Werken weltweit, hieß es. Häufig thematisiere er wichtige politische Fragen, etwa mit der Oper „Nixon in China“ oder dem Werk „On the Transmigration of Souls“ in Gedenken an den 11. September 2001. „John Adams hat mit seiner Musik Generationen von Komponisten, Musikern und Zuhörern inspiriert“, erklärte Festival-Intendant Jan Vogler. Man würdige „einen der großen Komponisten unserer Zeit (…), der auch in Deutschland viele Fans hat“.

Der zum 18. Mal vergebene Glashütte Original MusikFestspielPreis – so die offizielle Bezeichnung – wird von der Uhrenmanufaktur Glashütte Original gestiftet. Die Auszeichnung ging bereits an Künstler wie die Pianistin Hélène Grimaud, die Berliner Philharmoniker, die Geigerin Hilary Hahn, den Cellisten Steven Isserlis, die Mezzosopranistin Joyce DiDonato und im vorigen Jahr die Sopranistin und Dirigentin Barbara Hannigen. Die Trophäe wird traditionell von zwei Schülern der manufaktureigenen Uhrmacherschule „Alfred Helwig“ gefertigt.

Die Dresdner Musikfestspiele finden in diesem Jahr mit einem reduzierten Programm statt. Das Festival startet am 24. Mai mit einer Streaming-Woche. Abhängig vom Infektionsgeschehen könnten im Juni auch Live-Konzerte stattfinden. Einige der geplanten Höhepunkte sollen auf Herbst verschoben werden. Das Programm der 44. Ausgabe steht unter dem Motto „Dialoge“.

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