Karl-Heinz Schütz und Maria Prinz widmen sich auf Querflöte und Klavier den späten Sonaten von Johannes Brahms.

Die späten Sonaten für Klarinette und Klavier gibt es auch in Versionen für Streicher wie Bratsche oder sogar Geige von Johannes Brahms selbst, doch gespielt von einer hellen Querflöte? Am besten beginnt man mit dem letzten Drittel der CD von Karl-Heinz Schütz und seiner Pianistin Maria Prinz: Die neun seiner Bearbeitungen berühmter Lieder haben einen eigenen Zauber, denn das Blasinstrument besitzt hier berückend schwebenden, ja singenden Charakter, so bei Von ewiger Liebe, Immer leiser wird mein Schlummer, Wiegenlied, Äolsharfe oder Wie Melodien zieht es mir zum Beschluss. Danach sind die Ohren frei für die Sonaten, aber man muss, um unvoreingenommen hören zu können, sich lösen vom geliebten warmen, feinherben Brahms-Ton, der aus diesen Sonaten und dem Klang der Klarinette spricht. Dann hört man plötzlich andere Details, und die Pastellfarben, von denen Prinz im Booklet spricht, ersetzen den sonst oft wunderbar pastosen Ton.

Johannes Brahms: „Clarinet Sonatas, Op. 120“, Karl-Heinz Schütz, Maria Prinz (Naxos)

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