Kate Lindsey begibt sich mit Kompositionen von Alessandro Scarlatti, Georg Friedrich Händel und Joseph Haydn auf die Spur der Figur der Ariadne. 

Ariadne ist seit der Antike der Urtypus der zurückgelassenen Frau und die Tragik ihrer enttäuschten Liebe wie geschaffen dafür, in Musik gesetzt zu werden. Die Geschichte der Ariadne hat Komponisten über Jahrhunderte hinweg zu Opern inspiriert, von Monteverdi bis Richard Strauss. 

US-amerikanische Mezzosopranistin Kate Lindsey versammelt auf ihrer Aufnahme jedoch kein Potpourri dieser Werke, sondern ist der Figur der Ariadne in drei effektvollen Solo-Kantaten auf der Spur. Alessandro Scarlatti führt die Arianna virtuos durch die verschiedensten Gefühlslagen. Sie findet zu einem versöhnlichen Ende, bei Joseph Haydn gibt sie sich dagegen der Todessehnsucht hin. Georg Friedrich Händel vertont zwar nicht ausdrücklich Ariadne, aber eine namenlose, ebenso verlassene Geliebte. Zu hören ist ein Kaleidoskop extremer Stimmungen, kunstvoll, aber ungekünstelt von den Musikern in Klang verwandelt. 

„Arianna”, Kate Lindsey, Arcangelo, Jonathan Cohen (Alpha)

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