News | 10.02.2021

Kompo­nistin Neuwirth erhält israe­li­schen Wolf-Preis

von Redaktion Nachrichten

10. Februar 2021

Die öster­rei­chi­sche Kompo­nistin erhält den dies­jäh­rigen Wolf-Preis der gleich­na­migen israe­li­schen Stif­tung. Das teilte die Univer­sität für Musik und darstel­lende Kunst (mdw) am Mitt­woch mit. Die Auszeich­nung würdige Neuwirths „heraus­ra­gende Meis­ter­schaft, Kunst­fer­tig­keit und kommu­ni­ka­tives Können als Kompo­nistin von heute“, begrün­dete die Wolf-Stif­tung. „Olga Neuwirth hat die Grenzen ihrer Kunst erwei­tert und sie zu einem Werk­zeug gemacht, das univer­sellen und idea­lis­ti­schen huma­nis­ti­schen Werten dient.“

Olga Neuwirth

Olga Neuwirth

Die Rektorin der Univer­sität, Ulrike Sych, gratu­lierte der mdw-Alumna. „Sie beweist als Künst­lerin Haltung und zeigt auch mit den Mitteln ihrer Kunst gesell­schafts­po­li­ti­sches Enga­ge­ment. Zugleich ist Olga Neuwirth ein starkes Vorbild für Frauen im Bereich der Kompo­si­tion.“

Die 1976 gegrün­dete Wolf-Stif­tung verleiht jähr­lich vier Preise in natur­wis­sen­schaft­li­chen und einen in wech­selnden künst­le­ri­schen Berei­chen. Die mit jeweils 100.000 US-Dollar (rund 82.450 Euro) dotierten Ehrungen werden norma­ler­weise in der Knesset, dem israe­li­schen Parla­ment, über­reicht. Aufgrund der Corona-Pandemie erhalten die Preis­träger die Auszeich­nung jedoch an ihrem Wohnort.

Der dies­jäh­rige Preis in der Kate­gorie Musik wird zwischen Neuwirth und dem US-ameri­ka­ni­schen Musiker geteilt. Zu den bisher ausge­zeich­neten Musi­kern gehören die Pianisten Vladimir Horo­witz und , der Geiger Yehudi Menuhin, die Diri­genten , Ádám Fischer und Simon Rattle sowie die Sopra­nistin Jessey Norman.

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Fotos: Rui Camilo