Bach ist der Größ­te, das steht für den Kir­chen­mu­si­ker und Bass­ba­ri­ton Domi­nik Wör­ner außer Fra­ge. Davon zeugt auch sein neu­es Album, für das Wör­ner mit dem Ensem­ble Zefi­ro unter Lei­tung des Obo­is­ten Alfre­do Ber­nar­di­ni ver­schie­de­ne Bass-Kan­ta­ten auf­ge­nom­men hat.

Das Ensemble Zefiro, benannt nach Zephyr, dem sanften 
und freundlichen Gott der Westwinde
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Mit Ich habe genug BWV 82, Der Frie­de sei mit dir BWV 158 und Ich will den Kreuz­stab ger­ne tra­gen BWV 56 sind drei Meis­ter­wer­ke Bachs zu erle­ben, die von den Musi­kern gleich musi­ka­li­schen Gebe­ten inter­pre­tiert wer­den. Hoch kon­zen­triert und getra­gen im Vor­trag, über­zeu­gen die Musi­ker mit einem inni­gen, wenn­gleich rela­tiv gleich­för­mi­gen und sehr direkt auf­ge­nom­me­nen Zusam­men­spiel. Demut, mensch­li­cher Schmerz und gläu­bi­ge Ergrif­fen­heit ste­hen im Zen­trum der kunst­voll ver­ton­ten Tex­te, die von Wör­ner her­vor­ra­gend arti­ku­liert dar­ge­bo­ten wer­den. Ein ins­ge­samt zurück­hal­ten­des Bach-Album, kon­tem­pla­tiv und ver­in­ner­licht. 

Johann Sebas­ti­an Bach: „Can­ta­tas and Ari­as for Bass“, Domi­nik Wör­ner, Zefi­ro, Alfre­do Ber­nar­di­ni (Arca­na)

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Dorothea Walchshäusl
Dorothea Walchshäusl ist Musikjournalistin und promovierte Politologin. Sie lebt und arbeitet in Passau. Den Mensch im Blick, die Musik im Ohr und das Gefühl in den Fingerspitzen, fasziniert die freie Autorin all das, was die Menschen im Kleinen wie im Großen bewegt und berührt. Für crescendo schreibt sie seit 2014 und erforscht in ihren Porträts und Reportagen mit Leidenschaft, warum sich Menschen mit Haut und Haar der Musik verschreiben.

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