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Die städtischen Bühnenhäuser Leipzigs öffnen wieder für das Publikum. Nach gemeinsamer Abstimmung nehmen das Gewandhaus, die Oper Leipzig, das Schauspiel Leipzig und das Theater der Jungen Welt ab 19. Juni den Spielbetrieb auf, wie das Gewandhaus am Freitag mitteilte.

Gewandhaus zu Leipzig

Gewandhaus zu Leipzig

Auch das Bachfest Leipzig kann Präsenzpublikum empfangen. Für die bisher rein online geplanten zwölf Konzerte vom 11. bis 20. Juni würden zusätzlich Besuchertickets angeboten, hieß es. „Noch vor wenigen Wochen schien die Durchführung eines Präsenzfestivals im Juni in Leipzig undenkbar“, sagte Intendant Michael Maul. Dass man nun kurzfristig auch für Musikliebhaber vor Ort öffnen dürfe, sei ein Geschenk. Im Mittelpunkt steht ein großangelegter Zyklus „Bachs Messias“, der mit namhaften internationalen Ensembles in 30 Kantaten, drei Oratorien und der Matthäus-Passion das Leben und Wirken Jesu von Nazareth beleuchtet.

Das erste Live-Konzert des Gewandhausorchesters nach dem Lockdown findet am 24. Juni statt. Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons dirigiert Werke von Richard Strauss, Solistin ist die Pianistin Yuja Wang. Der GewandhausKinderchor hat in der Pandemiezeit die Kinderoper „The Two Fiddlers“ von Peter Maxwell Davies realisiert. Das Aufführungskonzept reflektiere die Lockdown-Erfahrungen der Menschen, und die Corona-Schutzbestimmungen würden in der Inszenierung und bei der Aufführung berücksichtigt und thematisiert. Premiere ist am 10. Juli.

Die Oper Leipzig startet am 19. Juni mit einer Ballettpremiere und in der Spielstätte Musikalische Komödie mit der Operette „Gräfin Mariza“, die nach der digitalen Premiere erstmals vor Publikum aufgeführt werden kann. Die Opernsparte bringt am 9. Juli die Uraufführung von Gerd Kührs „Paradiese“ auf die Bühne, komponiert nach einem Libretto des Schriftsteller Hans-Ulrich Treichel.

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